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Weiße Flecken statt Arztkittel in Dautphetal?

Hausärztliche Versorgung Weiße Flecken statt Arztkittel in Dautphetal?

Die Entwicklung in Angelburg und Steffenberg alarmiert die Fraktion der „Freien Wähler“ im Dautphetaler Parlament. Sie wollen, dass sich die Gemeindeverwaltung auf einen eventuellen Ärztemangel vorbereitet.

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Eine Ärztin hört eine Patientin ab. Um die Versorgung der Patienten durch den „Arzt um die Ecke“ sorgt sich die Fraktion der „Freien Wähler“ im Dautphetaler Gemeindeparlament. Archivfoto

Dautphe. Während ihrer Sitzung am Montag, 7. September, wird den Gemeindevertretern ein Antrag der „Freien Wähler“ vorliegen, der zum Ziel hat, die mittel- und langfristige hausärztliche Versorgung Dautphetals zu analysieren. Damit soll die Gemeinde in die Lage versetzt werden, frühzeitig auf gravierende Mängel und Auswirkungen reagieren zu können.

Fraktions-Vorsitzender Kurt Lenz begründet den Antrag folgendermaßen: „Die ärztliche Versorgung des Raumes Angelburg und Steffenberg wird mit großen Problemen verbunden sein. Langjährige ortsansässige Ärzte scheiden aus und wegen fehlender Nachfolger stehen die Arztpraxen in unseren Gemeinden leer.“ In Niedereisenhausen und in Gönnern hören demnächst drei Ärzte auf. Während der Allgemeinmediziner im Steffenberger Ortsteil Niedereisenhausen seine Tätigkeit aus Altersgründen beendet, schließt ein Arztehepaar seine Gemeinschaftspraxis in Gönnern, weil es auswandern will, berichtet Wolfgang Wiegand, Geschäftsführer der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) in Marburg und Gießen. In der Gemeinde Dautphetal praktizieren sechs Allgemeinmediziner, berichtet Udo Kamm, Leiter des Haupt- und Personalamts der Gemeindeverwaltung. Während es erst kürzlich einen Wechsel in den Arztpraxen in Buchenau und Holzhausen – dort habe es etwas gedauert, bis ein Nachfolger gefunden wurde – gegeben habe, seien die jeweils zwei Allgemeinmediziner in Dautphe und Friedensdorf „Mitte bis Ende 50“. Ob und wann dort ein Wechsel anstünde, sei ihm unbekannt, sagt Kamm. „Aus Dautphe gibt es derzeit kein Signal, dass ein Arzt aufhören will“, erklärt Wiegand. In Angelburg und Steffenberg gebe es dagegen ein „ganz konkretes Problem“ – und Hilferufe.

von Gianfranco Fain

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