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Weinrebe legt Fokus nur noch auf Marburg

Lokal in Gießen schließt Weinrebe legt Fokus nur noch auf Marburg

Nach 30 Jahren zieht sich „Die Weinrebe“ aus Gießen zurück. Ende April schließt Reinhard Kroh den Standort im Schiffenberger Tal, schon am 15. April gibt Marc Colavincenzo seinen Laden am Lindenplatz auf.

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Quelle: Günther Gumhold / pixelio.de

Gießen. Während Reinhard Kroh den Rückzug mit Umsatzrückgang begründet, muss Marc Colavincenzo um sein Leben kämpfen.

Obwohl Colavincenzo nur wenige Meter von seinem Laden am Lindenplatz entfernt wohnt, fehlte ihm zuletzt immer öfter die Kraft, die Weinrebe aufzuschließen.

Anfang Dezember stand er zum bisher letzten Mal hinter der Theke, wo er seine Kunden sonst seit 2004 freundlich begrüßt und leidenschaftlich gerne beim Weinkauf berät. In den nächsten drei Wochen muss er sich erneut einer kräftezehrenden Therapie unterziehen.

Die angeborene Stoffwechselerkrankung sorgt dafür, dass der 48-Jährige immer stärker mit Atemproblemen und Verdauungsstörungen zu kämpfen hat. Mukoviszidose gilt als nicht heilbar. Reinhard Kroh, der die Weinrebe 1980 in Marburg gegründet und 1987 am Lindenplatz eröffnet hat, schließt seine Filiale im Schiffenberger Tal ­Ende April.

Nach mehr als 20 Jahren an diesem Standort will sich Kroh auf den Laden in Marburg konzentrieren. „Die Umsätze sind in den vergangenen drei Jahren stetig zurückgegangen. Da ist dann irgendwann der Punkt erreicht, an dem es sich nicht mehr rechnet.“

Zu groß sei sowohl der Kostendruck als auch die Konkurrenz durch Supermärkte und andere Händler in der Stadt. Dass sich Colavincenzo zurückzieht, gab für den 63-Jährigen letztlich den Ausschlag. „Wir haben sehr eng kooperiert. Einkauf, Werbung und Veranstaltungen haben wir zusammen organisiert. Ohne ihn wäre die Belastung noch größer geworden.“

von Marc Schäfer

 
 
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