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Weihnachtsgeschäft zieht spürbar an

Einzelhandel Weihnachtsgeschäft zieht spürbar an

Der Einzelhandel hofft nach einem starken dritten Adventssamstag auf einen guten Endspurt im Festtagsgeschäft.

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Passanten mit Weihnachtseinkäufen gehen durch ein Einkaufszentrum in Stuttgart: Der dritte Adventssamstag lief laut Einzelhandelsverband sehr gut. Foto: Thomas Niedermüller

Quelle: Thomas Niedermüller

Marburg. Am Samstag und auch gestern war in der Marburger Innenstadt viel los: Die Suche nach Geschenken geht weiter oder hat für manche erst begonnen. Die Einzelhändler freut‘s: Wie der Handelsverband HDE mitteilte, legte der Umsatz nach einer schwachen ersten Dezemberwoche in der zweiten Woche wieder zu. „Der dritte Adventssamstag war der bisher stärkste Tag in diesem Weihnachtsgeschäft“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. „Das lässt auf einen starken Endspurt in den kommenden Tagen hoffen.“ Laut Bundesverband sind insbesondere Händler für Uhren, Schmuck und Haushaltswaren zufrieden. Das Kaufhaus Ahrens in Marburg hat laut Geschäftsführer Ulrich Mücke bereits jetzt ein leichtes Umsatz-Plus im Weihnachtsgeschäft gegenüber dem Vorjahr gemacht. Modische Bommelmützen, klassische Parfums, Tablet-PCs, LED-Beleuchtung oder auffällige Gürtel: Das sind einige der Waren, die in den vergangenen Tagen vermehrt über die Ladentheke gingen, so Mücke.

Accessoires, Strümpfe, Wäsche: Viele Kunden im Kaufhaus Teka wählten Klassiker als Weihnachtsgeschenk aus, erklärt Bernd Brinkmann, Inhaber des Kaufhauses Teka. „Der Kauf von Gutscheinen nimmt immer mehr zu. Das ist die neutralste Art des Schenkens und hat den Vorteil, dass nichts umgetauscht werden muss“, erklärt er. Der Marburg-Gutschein sei in diesem Jahr besonders beliebt. Das Kaufhaus Teka erwartet den umsatzstärksten Samstag, allerdings erklärt Brinkmann, dass bei Teka am zweiten Adventssamstag mehr Umsatz gemacht wurde als am dritten.

Michael Blöcher, Geschäftsführer von Begro im Kaufpark Wehrda, ist „sehr zufrieden“ mit den letzten Wochen. Von Dekorationsartikeln über Spielwaren bis hin zu Wintermänteln: Die Kunden seien in Kauflaune gewesen. „Wenn es ein wenig kälter gewesen wäre, würde vielleicht noch mehr Winter- und Weihnachtsstimmung aufkommen und das würde noch positivere Auswirkungen auf den Verkauf haben“, vermutet Blöcher.

„Das klassische Weihnachtsgeschäft gibt es seit Jahren fast gar nicht mehr“, sagt Stefan Hunkel, Geschäftsführer der Kaufhauses Bellersheim in Gladenbach. Die Zeiten, als Oma und Opa schon Mitte Oktober Ausschau nach Geschenken für die Familie hielten und sich im Laden über die neuesten Trend beraten ließen, seien vorbei. „Heute sagt das Kind, welche Nummer des Legobausteins fehlt, die Eltern schauen im Internet nach und bestellen dort gleich.“ Im Spielwarengeschäft könne das Gladenbacher Haus daher nicht den Vorjahresumsatz erreichen.

Allerdings räumt Hunkel ein, dass diese Woche das Geschäft spürbar anziehen wird. „Viele Kunden, die vielleicht im Internet bestellt hätten, wollen in den letzten Tagen auf Nummer sicher gehen und kaufen im Geschäft statt auf den Paketboten zu warten“. Der aktuelle Streik beim Versandhändler Amazon hat daher Auswirkungen auf den Einzelhandel vor Ort.

Die Einzelhändler schätzen, dass an Heiligabend verstärkt Lebensmittel gekauft werden. Viele Händler hoffen auf diejenigen, die am Montag, 23. Dezember, ihre Einkäufe großzügig erledigen: Da sind schon Ferien und die Kunden haben nicht das Gefühl, auf den allerletzten Drücker einzukaufen. „Der kommende Montag ist so etwas wie ein Brückentag“, so Mücke.

Für die Geschäfte könnte es ein Festtag werden.

von Anna Ntemiris

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