Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
Weifenbach lässt Dorfgeschichte aufleben

Weifenbach lässt Dorfgeschichte aufleben

Mit dem Stehenden Festzug setzte das Jubiläumsdorf Weifenbach einen Höhepunkt seiner 750-Jahrfeier. Das 600-Einwohner-Dorf erstrahlte im historischen Flair.

Voriger Artikel
VfL Biedenkopf feiert das Double
Nächster Artikel
Satter Swing erklingt im Schlosshof

Jörg Dreer und sein Sohn David führten die Kunst des Schmiedens vor.

Quelle: Björn-Uwe Klein

Weifenbach. Mehr als 2000 Besucher strömten am Sonntag bei überwiegend sonnigem Wetter durch den Ort. Nach dem gut besuchten Konzert der heimischen Band „Silent Seven“ markierte der stehende Festzug mit mehr als 50 Stationen den Abschluss des vielfältigen Jubiläumsprogramms.

Ideenreich und mit viel Liebe zum Detail hatte sich die Dorfgemeinschaft ins Zeug gelegt. Garagen wurden für einen Nachmittag zu Cafés umfunktioniert, Gärten wurden zu Treffpunkten oder zu Schauplätzen für historische Vorführungen und Spiele.

Mit Bezug auf die Gründungsgeschichte präsentierte sich die „Ritterschaft vom Uhlenhorst zu Betzichendorph“ aus dem Kirchhainer Stadtteil Betziesdorf. Diese bot das Stück „Der Glöckner von Weifenbach“ dar, in dem die Mitwirkenden manches Mal die Klingen kreuzten. Darüber hinaus brachten die „Ritter“ Jörg Dreer und sein Sohn David den Besuchern die Schmiedekunst näher.

Erich Bald aus dem Laaspher Stadtteil Laaspherhütte stellte den Besuchern eine weitere Tradition vor: Er informierte über die Geschichte des Webens. Interessant zu erfahren war für so manchen Besucher, wie sich die Methoden des Webens einst von Region zu Region, hier das Leinweben, unterschieden.

Wie zu Omas Zeiten gewaschen wurde, das demonstrierten die Frauen der Gymnastikgruppe des TV Weifenbach. In großen Wannen, mit Wasser aus dem Bach, mit Kernseife und flotten Sprüchen.

Ortsvorsteher Oliver Kirschneck äußerte große Zufriedenheit mit dem Verlauf der Jubiläumsfeier. Bereits am Donnerstag begann das Fest mit einem Kommers und dem Motto „Weifenbach ist anders“. Damit feiert das 600-Einwohner-Dorf seinem 750-jähriges Bestehen. Dabei rief Kirschneck Begeisterung hervor, indem er nicht nur als Moderator, sondern auch als Alleinunterhalter die Aufmerksamkeit auf sich zog. Biedenkopfs Bürgermeister Joachim Thiemig (SPD) erklärte, dass er bereits als Jugendlicher gern zur Weifenbacher Kirmes gekommen sei. „Seitdem weiß ich, wie hier gefeiert wird.“ Er überreichte Kirschneck ein Geldgeschenk über 2 500 Euro, das der Arbeit des Vereins Dorfgemeinschaft Weifenbach zugute kommen wird. Falls die Stadtverordnetenversammlung grünes Licht gebe, könne sich der Verein demnächst noch einmal über dieselbe Menge Geld freuen, kündigte Thiemig an.Landrat Robert Fischbach (CDU) ist ganz sicher: Egal, ob es in 100 Jahren Hessen oder den Landkreis noch gebe, egal ob es zu Gebietsreformen, Zusammenlegungen oder ähnlichem komme: „Weifenbach wird auch in 100 Jahren noch Weifenbach sein.“ Fischbach übergab Kirschneck die Ehrenmedaille des Landkreises. Musikalische Akzente setzten die Weifenbacher Musikanten, der Männergesangverein Weifenbach, Frauenchor Weifenbach und der Chor „Let’s Sing“.

von Björn-Uwe Klein

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hinterland

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr