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Wehr steht 85 Jahre für die Bürger ein

Festkommers Wehr steht 85 Jahre für die Bürger ein

Mit einem Festkommers begingen die Brandschützer aus Allendorf das 85-jährige Bestehen ihrer Wehr. Eingebettet in diese Feierlichkeiten war der Kreisfeuerwehrverbandstag des Landkreises.

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Wehrführer Jens Kamm (links) ehrte (ab Zweiter von links). Wolfgang Loch, Manfred Burk, Horst Klingelhöfer, Pierre Cuccu und Uwe Jacobi. Das Programm wurde umrahmt vom Auftritt der Jazztanzgruppe Allendorf/H.Fotos: Klaus Peter

Allendorf. Das vergangene Wochenende stand im Zeichen der freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Marburg-Biedenkopf und insbesondere der Allendorfer Wehr, die mit einem Festkommers ihr 85-jähriges Bestehen feierte. Wehrführer Jens Kamm eröffnete den Kommers und würdigte den Einsatz aller Allendorfer Feuerwehrleute, die in den vergangenen 85 Jahren ihre Freizeit für die Sicherheit der Mitbürger geopfert haben.

Jürgen Mangner, langjähriger ehemaliger Wehrführer, moderierte den Kommers und betonte, dass ein solches Fest eine Herausforderung an den gesamten Ort und insbesondere an die Feuerwehr darstellt.

Schirmherr Bürgermeister Bernd Schmidt wies in seiner Rede darauf hin, dass die Wehren 365 Tage im Jahr für die Sicherheit der Mitbürger bereit stehen. Auch sei die Wehr für das gesellschaftliche Leben im Ort wichtig, denn ein solches ohne die Feuerwehr sei trostlos. Dass die Allendorfer Wehr sehr viel Unterstützung durch die Bevölkerung erfahre, sei auch daran zu erkennen, dass viele Häuser im Ort geschmückt sind.

Kreisbeigeordneter Helmut Wege übermittelte die Grüße von Landrat Robert Fischbach und hob das besondere ehrenamtliche Engagement der Brandschützer hervor, die aber auch im Vereinsleben einen wichtigen Beitrag leisten.

Ortsvorsteherin Gunhild Krämer-Kornja, die auch die Glückwünsche der Ortsvereine übermittelte, lobte die Jubiläumswehr für ihr engagiertes Wirken. Die Feuerwehrleute leisteten für die Gesellschaft unentgeltlichen und selbstlosen Einsatz zum Wohl der Bürger. Auch Pfarrer Peter Lösch hob den wertvollen und wichtigen Dienst der freiwilligen Feuerwehr hervor.

Gemeindebrandinspektor Ralf Freund wies darauf hin, dass die Aufgaben der Wehren sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert und deutlich erweitert haben.

Axel Dobrowohl, Schriftführer der Jubiläumswehr, ging auf die wichtigsten Fakten der Vereinsgeschichte ein. Er erinnerte daran, dass sich die Wehr am 16. Januar 1927 im Schulsaal gründete und dieser Gründungsversammlung 25 Personen beiwohnten. Zum Ortsbrandmeister wurde damals Ludwig Weigel gewählt. Nach dem plötzlichen Tod von Ludwig Weigel 1930 übernahm Andreas Müller die Führung der Wehr bis 1933, dessen Nachfolger Heinrich Dönges leitete die Wehr bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges.

Während des Zweiten Weltkrieges kam das Vereinsleben zum Erliegen und auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Hermann Debus kam es dann relativ spät, erst im Oktober 1961 unter dem Feuerwehrkommandanten Erich Günther und dessen Stellvertreter Johann Schmalz zur Reaktivierung der Wehr.

1963 übernahm dann bis 1983 Johann Schmalz die Wehrführung. Ihm folgte als Wehrführer Jürgen Mangner und seit Januar 1998 Jens Kamm. Die 1993 gegründete Jugendfeuerwehr zählt zurzeit neun Mitglieder und die Einsatzabteilung 22 Feuerwehrkameraden.

Der Festkommers wurde umrahmt vom Auftritten: Viel Applaus für ihre Tanzchoreografien erntete die Jazztanzgruppe Allendorf/H. und auch die Chorgemeinschaft Allendorf/Friedensdorf unter der Leitung von Renate Spriestersbach, die mit mehreren Liedbeirägen zu gefallen wussten.

von Klaus Peter

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