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Wehr erhält Einsatzzentrale auf Rädern

Gladenbach Wehr erhält Einsatzzentrale auf Rädern

Gladenbachs Feuerwehr braucht einen neuen Einsatzleitwagen, und sie soll ihn bekommen. Das Parlament schloss sich einstimmig der Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses an.

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Einsatzleitwagen – wie dieser - müssen in jeder Gemeinde und Stadt vorhanden sein. Das für Gladenbach vorgesehene ist etwas größer dimensioniert. Geordert werden soll ein Mercedes Sprinter.

Quelle: Archivfoto

Gladenbach. Für die Sicherung des Brandschutzes sind in Hessen die Städte und Gemeinden zuständig. Sie finanzieren die Gerätehäuser, die Fahrzeugparks und die übrige Ausrüstung.

Und wie die Mindestausstattung der Feuerwehren auszusehen hat, schreibt das Land Hessen per Gesetz vor. Mittlerweile gehört auch ein sogenannter Einsatzleitwagen zur Grundausstattung jeder Stadt und Gemeinde. Er dient der Führung der Feuerwehreinheiten bei Einsätzen. Und da es sich um eine Pflichtaufgabe handelt, die als Investition im Haushalt 2011 Niederschlag finden wird, gingen sowohl im Hauptausschuss, als auch im Parlament alle Hände hoch. Die Anschaffung kann offenbar nicht – etwa wegen leerer Kassen – auf die lange Bank geschoben werden. Kreisbrandinspektor Lars Schäfer habe unmissverständlich gesagt, dass er dann die Anschaffung anweisen müsse, berichtet Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim.

Wenn alles nach Plan läuft, dann wird das neue Auto 80.000 Euro kosten. Diese Summe soll die Stadt – laut Beschluss – für die Anschaffung bereitstellen. Soviel kostet der Wagen, wenn eine geplante Sammelbestellung von ursprünglich kalkulierten neun Einsatzleitfahrzeugen zustande kommt. Weil auch mehrere Kommunen aus dem Lahn-Dill-Kreis solche Autos anschaffen müssen, hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, der neben Vertretern der Landkreise die betroffenen Stadt- und Gemeindebrandinspektoren angehören. Ziel war es, mithilfe einer gemeinsamen Ausschreibung Geld zu sparen. Für eine Einzelanschaffung wurde ein Preis von 90.153 Euro ermittelt.

Beim jüngsten Scheunenbrand in Weidenhausen und bei einer aufwendigen Personensuche in Gladenbach hätte ein modernes Fahrzeug schon gute Dienste leisten können, erklärte Markus Baumann.
Im Einsatzfall müssten die Führungskräfte in dem Auto mit Funkgeräten, einem Laptop und nötigenfalls auch mit Karten arbeiten. Dafür biete der derzeitige Kommandowagen nicht ausreichend Platz. Der Einsatzleitwagen steht den Lösch- und Rettungstrupps als Führungsfahrzeug zur Verfügung.

Bei der anvisierten Neuanschaffung handelt es sich im Grundaufbau um einen Mercedes Benz Sprinter, der mit Allradantrieb ausgestattet ist.
Das Fahrgestell kostet bei einer Abnahme von neun Autos 36.860 Euro, der Ausbau 28.975 Euro – hinzu kommt die Mehrwertsteuer.

von Hartmut Berge

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