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Hinterland Waßmuth blickt auf leere Rohre und wittert Skandal
Landkreis Hinterland Waßmuth blickt auf leere Rohre und wittert Skandal
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18:20 01.06.2012
Wolfgang Schöppe aus Neustadt verdichtet mit einem „Rüttler“ den Boden, in dem zuvor ein Leerrohr gelegt wurde. Foto: Fain
Lohra

Einen „Skandal“ vermutet der Fraktionschef der Lohraer CDU, Werner Waßmuth, entstehe beim Gehwegausbau in der Marburger Straße bis zur Kreuzstraße. „Es wurden keine Leerrohre für die anstehende Breitbandverkabelung für den schnellen Internetanschluss verlegt“, verkündet Waßmuth in einer Mitteilung.

Genau dies habe ihm aber Bürgermeister Georg Gaul versichert, damit in zwei bis drei Jahren schnelle Internetanschlüsse der Anlieger ermöglicht werden können, ohne die Bürgersteige erneut aufzureißen. Dies sei für die Anlieger, die jetzt zur Kasse gebeten werden sollen, unzumutbar, meint der CDU-Fraktionsvorsitzende und fordert die sofortige Korrektur, solange die Baufirma noch vor Ort sei.

Dazu sieht der Gemeindevorstand keine Veranlassung, denn es werden Leerrohre verlegt und zwar nach einem Plan, der mit der Kreisverwaltung abgestimmt ist. Bisher, so Rosemarie Wolny, die Erste Beigeordnete vertritt den Bürgermeister während seines Urlaubs, sei gut die Hälfte des ersten Bauabschnitts erledigt. Nun folge der Ausbau ab der Kreuzstraße bis zur Biegenstraße. In diesem etwa 1200 Meter langen Abschnitt werden auch Leerrohre für Breitbandkabel verlegt, so Wolny. Dies sei mit dem Breitbandkoordinator des Landkreises so abgestimmt und auch durch das Land Hessen förderwürdig. Für die restlichen 200 bis 300 Meter müsste die Gemeinde die Kosten selbst tragen. „Rausgeworfenes Geld“, wäre das, betont Wolny.

Denn das Konzept des Landkreises sieht nicht vor, ein Glasfaserkabel bis vor jede Haustür zu legen. Es sollen nur die Knotenpunkte erreicht werden, ein solcher von mehreren liegt in Lohra an der Ecke Marburger Straße/Kreuzstraße, von dort aus geht es mit herkömmlichen Telefon-Kupferkabel weiter. Das wirkt wie ein Flaschenhals, der die angestrebte Downloadleistung von 50 Mbits ab einer Entfernung von 300 Metern rapide schrumpfen lässt.

Das dürfte aber immer noch mehr sein als die gegenwärtige Leistung, die im Kreisgebiet zum Teil bei unter 1 Mbit liegt, verdeutlicht Dr. Frank Hüttemann, Breitbandkoordinator des Kreises. Das Ziel sei auch immer als mit einer Leistung von bis zu 50 Megabit pro Sekunde deklariert worden. Das, so Hüttemann, müsse fast überall zu erreichen sein, „wenn wir alle Kabelverzweiger erreichen“.

von Gianfranco Fain

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