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Was tun, damit sich Familien in Biedenkopf wohlfühlen?

Bürgermeisterwahl in Biedenkopf Was tun, damit sich Familien in Biedenkopf wohlfühlen?

Die Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Biedenkopf stellen sich den Fragen der OP-Redaktion (Teil 9).

Karl-Hermann Bolldorf und Joachim Thiemig ­beantworten Fragen der Oberhessischen Presse zu lokalpolitischen Themen der Stadt Biedenkopf. Heute nehmen die zwei Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Biedenkopf Stellung zu folgender Frage:

„Was wollen Sie tun, damit sich Familien in der ehemaligen Kreisstadt wohlfühlen?“

Karl-Hermann Bolldorf: Familien zu halten und neue Familien nach Biedenkopf zu lotsen, ist eine Aufgabe, die überlebenswichtig für unsere Stadt ist.

Biedenkopf hat als einzige Hinterlandgemeinde eine steigende Geburtenrate, insoweit scheint unsere Familienpolitik bislang nicht so schlecht zu sein.
Um diesen Trend zu stärken, müssen wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter stärken. Dazu werde ich die Betreuungssituation für Kinder unter 3 Jahren weiter verbessern. Hier sind wir mit Investitionen in Wallau, Kombach und der Kernstadt auf einem guten Weg.

Dank der privat geführten Gruppe Strubbellies verfügen wir trotz langjährigen Gegenwindes der SPD ohnehin über eine der ersten U3-Betreuungseinheiten im Hinterland und können von dieser Erfahrung in hohem Maße profitieren.

Weiter notwendig für Familien ist ein starker Schulstandort. Mit Grund-, Haupt- und Realschule, sowie Gymnasium und Berufsschule sind wir bereits sehr gut aufgestellt. Um jungen Menschen einen guten Start in ihr Berufsleben zu ermöglichen, bin ich froh, dass die Beruf­lichen Schulen Biedenkopf unter anderem in Bundesfachklassen auf höchstem Niveau ausbilden. Ich fördere den Ausbau dieser Angebote und möchte die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Fachhochschulen verstärken.

Viele unterschiedliche Vereine und deren vorbildliche Arbeit gehören zu wichtigen Standortfaktoren ebenso wie ein Kino, Schwimmbad oder ein vielfältiges Kulturangebot sind sie für Familien wichtig.
Joachim Thiemig: Wenn wir die Folgen des demografischen Wandels aktiv gestalten wollen, müssen wir attraktiv für Menschen jeden Alters sein.

Ich will, dass man an Familienfreundlichkeit auch im Sinne eines Markenzeichens in der Region denkt, wenn man den Namen Biedenkopf hört. Hierzu werde ich die Betreuung von Kindern unter 3 Jahren ausbauen, und zwar bevor 2013 die gesetzliche Verpflichtung greift.

Pädagogisch und finanziell erscheint mir dabei eine dezentrale Lösung durch Anbau an Einrichtungen wie in Wallau, Kombach oder am Galgenberg sinnvoller, die ich sehr unterstütze. Wir müssen aber auch den Umbau des ehemaligen DRK-Altenheims und andere Standorte prüfen, um möglichst flexibel zu sein.

Neben den kirchlichen sind auch die privaten Träger, wie Strubbelies und Elternkindergarten, einzubeziehen.

Zum Thema Senioren und meinen Zielen Familienzentrum/Mehrgenerationenhaus, generationsübergreifende Wohngemeinschaften, abgestufte Betreuungsangebote, behindertengerechte Gehwege, bessere Anbindungen aller Stadtteile oder die zügige Realisierung eines Busbahnhofs habe ich im letzten Artikel ausführlich Stellung genommen.
Lebendige Zentren brauchen Menschen, die dort leben, arbeiten und einkaufen. Daher muss Innen- vor Außenent­wicklung gehen, wohnortnahe und mobile Einkaufsangebote für ältere und nicht mobile Menschen sind wichtig.

Durch Gestaltung von Verkehrsflächen und Plätzen will ich die Aufenthaltsqualität in den Zentren erhöhen. Ich werde mich mit meinen Erfahrungen als Mitarbeiter des Universitätsklinikums Marburg maximal dafür einsetzen, Biedenkopf als Gesundheitsstandort in der Region mit DRK-Krankenhaus, niedergelassenen Ärzten, Apotheken, Pflegeeinrichtungen und weiteren Dienstleistern auszubauen.

Die Stadt muss gute Rahmenbedingungen schaffen, um auch attraktiv für Betriebe zu sein. Unsere Infrastruktur muss erhalten und modernisiert werden. Hierzu zählt auch die seit Jahrzehnten in Planung befindliche Ortsumgehung Eckelshausen, die ich ausdrücklich unterstütze.

Diese gilt es endlich umzusetzen, auch das ist für mich familienfreundliche Politik, nämlich für die Menschen ein verträgliches und gesundes Lebensumfeld zu schaffen.
Kulturelle Angebote und das aktive Vereinsleben machen uns genauso attraktiv wie die guten Schul- und Ausbildungsangebote. Als Familienvater kenne ich nicht nur die Bedürfnisse von Familien, ihre Belange liegen mir besonders am Herzen.

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