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War es „Abfall“ oder war es keiner?

Gericht War es „Abfall“ oder war es keiner?

Weil er Werkzeug mitnehmen wollte, wurde einem Mitarbeiter der Eisengießerei Winter fristlos gekündigt. Dagegen klagte der 49-Jährige nun vor dem Arbeitsgericht. Eine Entscheidung wird es wohl erst im Mai geben.

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Das Logo der Eisengießerei Fritz Winter wird von Schnee verziert. Das Stadtallendorfer Unternehmen geht seit gewerbsmäßige Bandendiebstähle festgestellt wurden, rigoros gegen Mitarbeiter vor, die mit werkseigenen Gegenständen das Firmengelände verlassen wollen.

Quelle: Florian Lerchbacher

Marburg. Eine gütliche Einigung kam am Dienstag vor dem Marburger Arbeitsgericht nicht zustande. Die Eisengießerei Fritz Winter will den Mitarbeiter in keinem Fall weiterbeschäftigen, machte der Personalleiter des Unternehmens, Andreas Fiedler, am Dienstag deutlich.

Lediglich die Umwandlung der fristlosen in eine ordentliche Kündigung sei denkbar. Der 49-jährige Mitarbeiter, der seit dem Jahr 1984 bei der Stadtallendorfer Firma angestellt ist, wäre bereit, Sanktionen aufgrund seines Fehlverhaltens zu akzeptieren, sagte dessen Anwalt. Das Verhalten seines Mandaten sei nicht korrekt gewesen, sagte er, die fristlose Kündigung sei in Anbetracht des geringen Werts der eingesteckten Waren jedoch unverhältnismäßig.

Der Ofenwerker war gemäß der Ausführungen von Arbeitsgerichtsdirektor Hans Gottlob Rühle am 10. November nach seiner Spätschicht durch den Werksschutz am Tor kontrolliert worden. Dabei sei neben einer Schaufel auch ein Meißel und ein Kabel in der Tasche des Mitarbeiters entdeckt worden. Eine Genehmigung, die Gegenstände mitzunehmen, hatte der Mann nicht. Wenige Tage später wurde ihm fristlos gekündigt.

Nachdem sich die Parteien am Dienstag nicht gütlich einigten, setzte Arbeitsgerichtsdirektor Rühle für den 20. Mai 2011 einen Kammertermin an. Leicht werde die Urteilsfindung dann wohl nicht werden, kündigte er bereits an.

von Stefan Weisbrod

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