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Wanderer folgen dem Weidenblattweg

Wanderweg Wanderer folgen dem Weidenblattweg

Der Weidenblattweg bei Wallau führt durch Mischwälder und hält für Wanderer schöne Ausblicke bereit.

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Interessierte wanderten am Sonntag bei sonnigem Wetter einen Teil des Weidenblattweges ab.
Foto: Björn-Uwe Klein

Wallau . Wer vom Parkplatz des ehemaligen Wallauer Hallenbades durch das Adelsbachtal auf den nahegelegenen Berg „Rödchenhain“ an der Gemarkungsgrenze zu Puderbach wandert, dem fällt nun noch deutlicher als bis vor Kurzem ein Symbol auf einigen Baumstämmen auf: Ein schwarzes Weidenblatt auf weißem Grund. Dieses Symbol ist das Zeichen des 7,45 Kilometer langen Weidenblattweges, den die Mitglieder des Wallauer Stammtischs „Hombe“ wiederbelebt haben.

Bei sonnigem Wetter wanderten am Sonntag rund 20 Interessierte einen Teil des neu markierten Weidenblattwegs ab. Mit dabei waren auch Wolfgang Müller vom Eigenbetrieb der Stadt Biedenkopf, Bürgermeister Joachim Thiemig (SPD) und der Wallauer Ortsvorsteher Thomas Mayerle (SPD), der dem zwölfköpfigen Stammtisch angehört.

Das Ziel der Teilnehmer war der Rastplatz am „Rödchenhain“ nahe des alten Steinbruchs, wo es zur Stärkung heiße Würstchen und Getränke gab. Mayerle erinnerte an die Entstehung des Projektes „Weidenblattweg“. Möglich geworden sei dieses nur, „weil verschiedene Zahnrädchen richtig gut ineinandergegriffen haben“. So habe Klaus Werner die Wegstrecke fotografisch erfasst, während Horst Deutzer Holzschilder für den Rastplatz gefertigt habe. Auch Revierförster Jürgen Schreiner habe das Vorhaben, den Forstwirtschaftsweg aufzuwerten und für Wanderer attraktiv zu machen, unterstützt. Schreiner war es auch, der den Wegpaten im Jahr 2009 Holz zur Verfügung stellte, um die Sitzgelegenheiten am Rastplatz „Rödchenhain“ zu erneuern. Die alten Tische und Bänke sind zum Teil zugewachsen und von Moos bedeckt.

Vom Rödchenhain aus ist es nicht weit bis zur Gemarkungsgrenze zu Puderbach, einem Stadtteil von Bad Laasphe. Unweit entfernt befindet sich auch die Grenze der Stadt Biedenkopf zu Bad Berleburg. Und auch die Grenze zur Stadt Hatzfeld, beziehungsweise dem Landkreis Waldeck-Frankenberg, liegt ganz in der Nähe.

Die Grenznähe des Weidenblattweges machte diesen schon früher interessant. Einst soll es dort häufig zu Streitigkeiten mit den Puderbachern gekommen sein, in denen es meistens um Jagd- und Forstfrevel ging. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzten des Öfteren Schmuggler den Weg, um Waren in die angrenzende Besatzungszone zu bringen.

Heute macht vor allem die weite Aussicht den Weg interessant, die sich Wanderern an einigen Stellen bietet - zum Beispiel auf das Laaspher Schloss. Einige dieser Aussichtsstellen entstanden im Januar 2007 durch den Orkan „Kyrill“. Ein großer Teil der Wegstrecke ist von Mischwald geprägt.

Seit dem 13. August ist entlang des Weges eine Geocachting-Route mit neun Stationen unter dem Namen „Waller Hombe“ angelegt, die im Internet unter www.geocaching.com zu finden ist.

von Björn-Uwe Klein

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