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Wallauer Burschen lassen es vier Tage krachen

Kirmes Wallauer Burschen lassen es vier Tage krachen

Großes Programm, großes Fest: Vier Tage lang vergnügten sich Tausende Besucher bei der Kirmes der Wallauer Burschen.

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20 grün-weiße Meter wuchteten die Burschen in den Wallauer Himmel. Ein Meer in Weiß: Der Festzug formiert sich auf seinem Weg zum Festplatz neu. Sangen beinahe fünf Stunden für die Partyhungrigen: Oli Schnitte und die Buchenauerin Carmen Delgado von „Eve“

Wallau . Junge Frauen und Männer singen und tanzen die ganze Nacht hindurch auf Tischen und Bänken. Ein Chor aus Hunderten Stimmen begleitet die Band, die auf der Bühne alles gibt. Es ist Kirmeszeit in Wallau, wo die Burschenschaft ein solch grandioses Fest auf die Beine stellt, dass selbst Bürgermeister Joachim Thiemig lobt: „Hut ab, ihr seid eine tolle Mannschaft!“

Über vier Tage wartete die Burschenschaft „Eintracht“ Wallau mit einem großen Programm am Festplatz auf: Discoabend, lange Partynacht, Festzug, Frühschoppen und an allen Tagen öffneten die Schausteller ihre Fahrgeschäfte. Viel Energie steckten Burschen und Mädchen seit Wochen in die Vorbereitung des eigenen Jahreshöhepunktes. „Das Beste kommt zum Schluss“, verkündeten die Mitglieder deshalb mit einem Augenzwinkern - traditionell beschließt nämlich das Wallauer Fest die heimische Kirmessaison.

Den heimlichen Auftakt feierte die Burschenschaft bereits am Donnerstag: Mit Julian Roth und Christian Lenz vergrößern zwei Neumitglieder den Kreis von mehr als 60 Aktiven. Patrick Balzer wurde am Abend zum „Schmarotz“ gekürt, der während des gesamten Wochenendes das Bier einfach von den Tischen wegschnappen durfte.

Die Musiker von „Eve“ eröffneten das Festwochenende dann offiziell. Mit dem Besten aus fünf Jahrzehnten Musikgeschichte begeisterte die Formation um Sängerin Carmen Delgado aus Buchenau am Freitag. Zur Verstärkung holte die Coverband aus Herborn einen weiteren Hinterländer auf die Bühne: Julian Hinn aus Wiesenbach hatte Eve-Gitarrist Julian Weller bei einem Konzert in München kennengelernt. Dort verabredeten die beiden Fans von Bon-Jovi-Gitarrist Richi Sambora, dass Hinn „irgendwann und irgendwo“ einmal mitspielen dürfe. In Wallau stand er für drei Songs mit auf der Bühne - und machte seine Sache gut!

Der zweite „Feiertag“ begann für die Burschen sportlich: Mit vereinten Kräften stemmten sie den 20 Meter hohen Kirmesbaum, als weithin sichtbares Zeichen in den wolkenbehangenen Abendhimmel. Im Zelt begrüßte später Burschenführer Ludwig Thome die Gäste und Thiemig forderte kurz: „Lasst´s krachen!“ Ausgelassen feierten die „Partyhungrigen“ bis in die Morgenstunden vor der Bühne, von der aus Ann-Christin und die vier Jungs von „A4-Siegerland“ pausenlos Kirmeshits durchs Festzelt „schmetterten“. Kaum ruhiger, aber gemütlich war es in der Facebar, wo Sofas Erschöpften Erholung versprachen und die Gastgeber Cocktails mixten.

Nach einer kurzen Nacht formierte sich am Sonntag der große Festzug für seinen Marsch durchs Dorf. Burschenschaften und Jugendclubs aus dem Hinterland und Wittgenstein schlossen sich der „Eintracht“ an, die beim DRK-Seniorenheim einen Zwischenstopp einlegte.

„Das ist zu einer schönen Tradition geworden“, beschrieb Ludwig Thome die freundliche Geste: Weifenbacher Musikanten und der Laaspher Spielmannszug brachten den Senioren ein Ständchen und Thome lud die vergnügten Bewohner ins Festzelt ein. Dort setzen die Burschen und Mädchen zur Musik der „Weifenbacher“ den Feiermarathon unermüdlich fort, hinter dem der ganztägige „Frühschoppen“ am Montag ein perfekter Schlusspunkt war.

von Benedikt Bernshausen

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