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Hinterland Waldprojekt gleicht Co2-Ausstoß aus
Landkreis Hinterland Waldprojekt gleicht Co2-Ausstoß aus
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17:12 09.10.2013
Fahrschule fährt in klimaneutralen Fahrzeugen: Klaus Schnitzky (von links), Maic Schnitzky und Christiane Rosenberg. Quelle: Thorsten Richter
Sterzhausen

8,5 Tonnen Kohlendioxid stoßen die Fahrzeuge des Fuhrparks jedes Jahr aus - Geschäftsführer Maic Schnitzky hat diesen Wert anhand der Kilometerleistung seiner Fahrzeuge - drei Autos und zwei Motorräder - von der Agentur climatepartner ausrechnen lassen.

Die Fahrschule Fahrwerk gleicht nun diese klimaschädliche Emission durch den Kauf von Klimaschutzzertifikaten aus. Anders formuliert: Sie finanziert ein Klimaschutzprojekt, das nachgewiesen die Treibhausemissionen um den Wert reduziert, den die Fahrschule Fahrwerk produziert - 8,5 Tonnen. Dahinter steckt die Erkenntnis, dass sich Kohlendioxid in der gesamten Erdatmosphäre ausbreitet. Es ist also unerheblich, ob die Einsparung an Emissionen am gleichen Ort erfolgt wie ihr Ausstoß.

Die Klimaschutzkonferenz von Kyoto hat aufgrund dieser Tatsache den Emissionshandel eingeführt. Ein wesentlicher Antrieb: Auch ärmere Länder der Welt dazu befähigen, Klimaschutzprojekte zu entwickeln.

Schnitzky hat sich für ein Wiederaufforstungsprojekt in der Provinz Sofala in Mosambik entschieden. Das Forstwirtschafts- und Wiederaufforstungsprogramm existiert seit 2002 mit dem Ziel der Wiedernutzbarmachung von stark degradierten Wäldern, der Erhaltung nachhaltiger Lebensräume sowie der Förderung der Biodiversität. Die Wiederaufforstungsmaßnahmen führen zur Speicherung von CO2, die bewusste Bepflanzung auch mit landwirtschaftlichen Nutzpflanzen wie Mango und Cashew sollen der lokalen Bevölkerung direkt nutzen. Maic Schnitzky hat sich auch deswegen für dieses Programm entschieden, weil es drei wesentliche Kriterien für den Emissionshandel erfüllt: Es ist nachhaltig, es bezieht die örtliche Bevölkerung mit ein - und es muss auf die Finanzierung durch Klimaschutzzertifikate angewiesen sein.

„Als ich vom Angebot dieser Agentur gehört habe, war es für mich keine Frage, unsere Fahrzeugflotte klimaneutral zu stellen“, berichtet Maic Schnitzky. „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir eine der ersten Fahrschulen in Deutschland sind, die diesen Weg gehen.“ Vorbild wolle man sein für andere Betriebe in der Region, sagt Schnitzky. Und auch wirtschaftlich verspricht er sich von seiner Initiative etwas: „Gerade für junge Leute ist der Klimaschutz oft wichtig - vielleicht ist es für den ein oder anderen Motiv, zu uns zu kommen.“

Das Klimaschutzprojekt in Mosambik folgt dem besonders strengen Standard „Gold Standard“, der unter Beteiligung des WWF und 40 weiterer Nichtregierungsorganisationen entwickelt wurde.

Zertifiziert wurde das Projekt durch den TÜV-Austria.

Informationen: www.fahrwerk-.mr.de; www.climatepartner.org

von Till Conrad

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