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Hinterland Wagner: Kioskschließung stürzte Betrieb in die Krise
Landkreis Hinterland Wagner: Kioskschließung stürzte Betrieb in die Krise
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18:00 08.01.2013
Michael Wagner, Inhaber der Bäckerei Wagner, zeigt die von UKGM-Geschäftsführer Menger unterschriebene Kündigung des Pachtvertrages. Er habe sie erst im Dezember erhalten, auf dem Briefkopf steht das Datum 14. November.Foto: Nadine Weigel Quelle: Nadine Weigel
Marburg

Weil die Bäckerei Wagner ihr Geschäft aufgebe, sei der Kiosk im Foyer des Klinikums auf den Lahnbergen geschlossen, hatte eine Sprecherin des UKGM erklärt. Diese Aussage sei unglaublich, empört sich Michael Wagner, der mit seinem Cousin Olaf Wagner den Familienbetrieb führt. Noch unglaublicher sei, dass ihm das UKGM am Montag schriftlich mitteilte, dass aufgrund der Geschäftsschließung ihm der Pachtvertrag für den Kiosk gekündigt werde.

Den Brief hat der kaufmännische Geschäftsführer Joachim Thiemann unterschrieben. Dabei hatte Wagner bereits vor Weihnachten Post vom Vorsitzenden der Geschäftsführung, Martin Menger, erhalten. Bereits zu diesem Zeitpunkt war ihm die Kündigung des Pachtvertrags für den Kiosk ausgesprochen worden. Und das sei der Grund für die Schließung des ganzen Betriebes, erklärt Wagner. Obwohl der Kiosk räumlich der kleinste seiner sieben Verkaufsstandorte war, sei er der lukrativste gewesen. Ob Rätselhefte, Muffins oder Kaffee: An 365 Tagen im Jahr gab es eine rege Nachfrage, erzählt Wagner. Nun habe er nicht nur den sechs Mitarbeitern des Kiosks kündigen müssen, sondern auch den übrigen 30. „Wir mussten schließen. Wir hätten die Kosten nicht decken können“, sagt Wagner. Fast 40 Prozent des Umsatzes habe das Unternehmen mit dem Kiosk gemacht, erläutert er. Gestern bestätigte das UKGM, dass es im November eine schriftliche Kündigung des Pachtvertrags verschickt hatte. Am Montag habe Wagner einen Pachtaufhebungsvertrag unterschrieben. „Er hat Vertragsverpflichtungen teilweise nicht erfüllt. Diese hatten wir angemahnt“, erklärte UKGM-Sprecher Frank Steibli. Nachdem die Bäckerei Wagner vor mehr als einem Jahr bereits Insolvenz angemeldet hatte, habe man „sehr genau hingeschaut“. „Wir wollen mit dem Kiosk ein solides und verlässliches Angebot halten“. Als dann Wagner die Geschäftsschließung bekannt gegeben habe, sei klar gewesen, dass keinerlei Interesse am Kiosk bestehe. Nun suche man einen neuen Pächter.

Wagner erklärte, dass die Insolvenz längst vom Tisch gewesen sei. Das UKGM habe ihm letztendlich wegen einer „Formsache“ gekündigt. Nach Informationen der OP ging es dabei um die Umsatzbeteiligung,d ie dem UKGM zusteht. Das UKGM forderte zudem den Nachweis der Umsätze, die Wagner seit Januar 2012 nicht vorgelegt haben soll. Dazu schweigen beide Parteien. Rechtlich wolle man sich aber nicht auseinandersetzen. „Ich muss jetzt Mitarbeitern, die ich zum Teil seit Kindesbeinen kenne, erklären, was los ist und schauen, dass ich alles abwickle“, so Wagner.

von Anna Ntemiris

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