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UKGM lädt Verdi zu Tarifverhandlungen ein

Warnstreik am Uniklinikum UKGM lädt Verdi zu Tarifverhandlungen ein

Am zweiten Tag der Warnstreiks am Uniklinikum Gießen Marburg lädt die Geschäftsführung des UKGM die Tarifkommission der Gewerkschaft Verdi für kommenden Montag zu Tarifverhandlungen ein. Der Streik läuft heute noch weiter.

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Dienstag und Mittwoch streikten die Klinik-Beschäftigten.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. "Es ist ein Erfolg, aber noch kein Sieg. Der Warnstreik hat Wirkung gezeigt" - so fasst Gewerkschaftssekretär Fabian Rehm den zweitägigen Ausstand, der derzeit noch läuft, zusammen. Denn wie er im Gespräch mit der OP mitteilt, hat die Geschäftsführung des UKGM die Gewerkschaft Verdi für kommenden Montag zur Aufnahme von Tarifgesprächen eingeladen, "um nach einer Lösung im aktuellen Konflikt zu suchen", wie das UKGM mitteilt. Thema der Gespräche soll demnach die Entlastung der nicht-ärztlichen Mitarbeiter sein. So gehe es beispielsweise um die Schaffung eines Personalpools und Absprachen zum Ausfallmanagement.

Die Geschäftsführung verbindet dieses Gesprächsangebot mit der Forderung, den aktuellen Streik schnellstmöglich zu beenden. „Die Versorgung von Notfällen und jener Patienten, die derzeit stationär in unseren Häusern aufgenommen sind, ist weiterhin gesichert", so Dr. Gunther K. Weiß, Vorsitzender der UKGM-Geschäftsführung. Dafür danke er den Mitarbeitern.

„Ich bin zuversichtlich, dass wir in konstruktiven Gesprächen am Verhandlungstisch zeitnah zu einer Lösung kommen und unsere beiden Universitätsklinika von weiteren Arbeitsniederlegungen verschont bleiben“, so Weiß.

Rehm verdeutlichte, dass man das Angebot "mit anhaltend hoher Streikbereitschaft" zunächst "kritisch beäugen" wolle. "Wir sind gespannt, was der Arbeitgeber vorlegt", so Rehm. Denn: Noch gebe es kein konkretes Angebot. "Aber die Tarifverhandlungen sind schon einmal ein großer Schritt, denn die haben wir immer gefordert." Doch von den Gesprächen alleine "kommt erstmal noch nichts. Wir erwarten konkrete Vorschläge, wie die Mitarbeiter effektiv entlastet werden können. Es muss eine spürbare Steigerung von Stellen geben", formuliert er die Verdi-Forderungen.

Sollten die Verhandlungen nicht zielführend sein, könnten nach den Herbstferien weitere Aktionen - auch Streiks - folgen. Doch zunächst werde man abwarten, wie die Verhandlungen der Tarifkommission unter der Leitung von Verhandlungsführer Stefan Röhrhoff liefen.

von Andreas Schmidt

Einen Bericht zum Protestzug am zweiten Tag lesen Sie hier.
Einen Bericht zum ersten Streiktag lesen Sie hier.
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