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18:22 16.09.2013
Ralph Venohr (von links), Vorsitzender des Vereins Lahn-Dill-Bergland, Naturpark-Betreuer Markus Scheidt, Geschäftsstellenleiterin Carola Heimann, Naturparkführer Ernst-Ludwig Wagner sowie Rolf Koch und Saskia Kuhl vom Vorstand Verein Lahn-Dill-Bergland und Julian Bruhn engagierten sich für die Zertifizierung des Naturparks Lahn-Dill-Bergland.Foto: Klaus Peter
Bad Endbach

Im „Forellenhof“ in Bad Endbach stellten Mitglieder des Vereins Region Lahn-Dill-Bergland sowie Julian Bruhn vom Verband Deutscher Naturparke die Qualitätsoffensive des Verbandes vor.

Bruhn ist stellvertretender Geschäftsführer des Naturparks Spessart und war zwei Tage in der Region unterwegs. Es seien die ersten Hürden auf dem Weg zu Zertifizierung genommen worden, erklärte Carola Heimann, Geschäftsstellenleiterin des Vereins Lahn-Dill-Bergland. Es sei ein umfangreicher Fragenkatalog zu unterschiedlichen Handlungsfeldern beantwortet und bereits im Mai dieses Jahres zur Prüfung an den Verband Deutscher Naturparke versendet worden.

Im Beisein von Ralph Venohr, Vorsitzender des Naturparks Lahn-Dill-Bergland, und mehreren Vereinsvertretern erläuterte Bruhn, dass fünf Handlungsfelder in die Bewertung einfließen: Management und Organisation, Naturschutz und Landschaftspflege, Erholung und nachhaltiger Tourismus, Umweltbildung und Kommunikation sowie nachhaltige Regionalentwicklung. Alle fünf Handlungsfelder werden mit Punkten bewertet, wobei die Höchstpunktzahl jedes Feldes 100 beträgt, damit insgesamt 500 Punkte.

Um das Siegel Qualitätsnaturpark zu erhalten, werden mindestens 250 Punkte benötigt, wobei auch die Mindestpunktzahl der einzelnen Handlungsfelder 20 Punkte nicht unterschreiten darf. Das Qualitätssiegel, sofern dies verleihen wird, gilt für fünf Jahre. Danach muss eine Nachzertifizierung erfolgen.

Heimann berichtete, dass sich das Organisationsteam intensiv mit dem Prozess zur Zertifizierung auseinandergesetzt habe. Während des zweitägigen Besuchs durch Bruhn seien auch die Kasematten in Dillenburg mit Abschluss in der Jausenstation in Eisemroth besucht worden. Auch sei eine Wanderung auf dem Lahn-Dill-Bergland-Pfad im Gladenbacher Berglandweg erfolgt, bei der auch unter anderem der Rimbergturm besichtigt wurde.

Bruhn bezeichnete es als positiv, dass der Verein sich maßgeblich für die Verwirklichung des Energiekonzeptes einsetze mit dem Ziel, die Region zu 100 Prozent mit alternativen Energien zu versorgen. Auch bezeichnete er die Kasematten in Dillenburg als ein „Juwel der Region“. Ernst-Ludwig Wagner, Ex-Regionalmanager und nun Naturparkführer hofft, dass der Naturpark Lahn-Dill-Bergland in den nächsten Wochen als Qualitäts-Naturpark zertifiziert wird.

von Klaus Peter

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