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Vorzeitiges Aus für Geburtshilfe

Geburtshilfestation Vorzeitiges Aus für Geburtshilfe

Das Aus für die Biedenkopfer Geburtshilfestation kommt früher als erwartet: Mitte/Ende Januar steht als Schließungstermin fest.

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Ab Mitte Januar können werdende Mütter nicht mehr im Biedenkopfer DRK-Krankenhaus entbinden.Archivfoto

Biedenkopf. Dass die Geburtshilfestation nun doch schon vor dem 31. März 2014 ihre Pforten schließt, hängt damit zusammen, dass am Freitag gegenüber der Geschäftsleitung die letzten Zusagen für die Übernahme der Beschäftigten getroffen wurden.

„Ab dem 15. Januar besteht keine Dienstplansicherheit“, bestätigte Willy Welsch, Geschäftsführer des DRK-Krankenhauses auf Nachfrage. Für Welsch hatte es im Verfahren um den Erhalt der Geburtshilfestation immer Priorität, dass die 14 Hebammen und die 4 Kinderkrankenschwestern in ihrer beruflichen Existenz nicht bedroht sind. Seit 2009, so berichtete Welsch, habe er die Versorgung der Menschen im Hinterland aktiv betrieben, indem er den Erhalt der Geburtshilfestation auch aus Mitteln des DRK gewährleistet hat. Doch als die Haftpflichtversicherungen die Prämien der Belegärzte um das Vierfache angehoben haben - von 65000 Euro auf 270000 Euro - war die Lücke von 200000 Euro nicht mehr zu schließen. Für Welsch war es besonders schwer zu sehen, dass es von anderer Seite an Unterstützung fehlte. Letztlich hat ein „Runder Tisch“ und eine Unterschriftensammlungs-Aktion nicht den Erhalt sichern können. Eigentlich sollte die Station bis zum 30. Juni 2014 organisatorisch abgewickelt werden, geplanter Schließungstermin war der 31. März.

Beschäftigten wurden aber Arbeitsverträge zum 1. Februar angeboten. Diese Gelegenheit zum vorzeitigen Arbeitgeberwechsel kann und will Welsch nicht verhindern. „Ich habe meinen Mitarbeitern gegenüber eine Fürsorgepflicht“, sagt er. Ihm fällt der Schritt besonders schwer. Seit 32 Jahren leitet Welsch die Geschäfte des DRK-Krankenhauses. Die Geburtshilfestation hat er mitaufgebaut - organisatorisch. Kein Wunder also, dass „da mein Herz dranhängt“.

von Silke Pfeifer-Sternke

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