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Hinterland Vorsicht: Ab 19 Uhr wird geschossen!
Landkreis Hinterland Vorsicht: Ab 19 Uhr wird geschossen!
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19:30 17.05.2011
Jäger fühlen sich in der Ausübung ihrer Tätigkeit im Wald rund um Lohra gestört. Zugleich sorgen sie sich wegen möglicher fataler Folgen, die durch unvorhersehbares Verhalten von Waldnutzern entstehen können. Quelle: Tobias Hirsch

Lohra. Die Formulierung sei vielleicht unglücklich gewählt, gibt Manfred Kranz zu. Die Information der Jagdgenossenschaft sollte keinesfalls eine Drohung sein. Zudem sei diese hauptsächlich an Hundehalter gerichtet, sagt der Jagdvorsteher, der für 4 Jagdpächter spricht. Der Hinweis im aktuellen Amtsblättchen endet mit: „In diesem Zusammenhang ist zu bedenken, dass beim Durchqueren von Wald und Flur, sei es zu Fuß, mit dem Rad, Hund oder Pferd, während der Jagdzeit (ab ca. 19 Uhr) Jagdunfälle nicht ausgeschlossen sind. Diese wollen wir doch sicher vermeiden.“

Verunglückt und bedauerlich findet auch Bürgermeister Georg Gaul die Formulierung. Es gehe ausschließlich darum, auf die Belange der Jagdpächter hinzuweisen. Da sei von allen Waldnutzern Rücksichtnahme gefragt, zumal die Jäger neben dem Recht zur Pachtausübung auch einen Auftrag verfolgen. „Wir haben eine Abschussliste einzuhalten“, erklärt Kranz, und das geschehe in den Morgen- und Abendstunden von den Hochsitzen aus. Dies geschieht im Auftrag des Biedenkopfer Forstamtes, das durch den Abschuss von Rehwild Setzlinge der Hauptbaumarten Eiche, Buche, Fichte und Kiefer vor Verbiss schützen will.

Die veränderten Freizeitgewohnheiten führen Menschen verstärkt in den Wald. Darunter auch Hundehalter, die ihre Tiere frei herumlaufen lassen, und motorisierte Zweiradfahrer. Diese sind den Jägern nicht nur ein Ärgernis, weil sie Wald- und Feldwege, die zum Teil aus dem Erlös der Jagdpacht gepflegt werden und für den öffentlichen Verkehr gesperrt sind, benutzen, sondern auch, weil beide das Wild aufscheuchen.

So wie die Jäger die Sorgfaltspflicht bei der Jagd einhalten, wünschten sie sich, dass auch die weiteren Gäste im Wald die Anliegen der Jäger respektierten, bittet Manfred Kranz um Verständnis.

von Gianfranco Fain

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