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Hinterland Vorhofflimmern wird oft nicht bemerkt
Landkreis Hinterland Vorhofflimmern wird oft nicht bemerkt
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18:31 23.06.2013
Der Herzspezialist Professor Bernhard Schieffer sprach über die Symptome von Vorhofflimmern. Er erklärte, dass man Beschwerden auf jeden Fall abklären lassen solle.Foto: Heiko Krause
Marburg

Dr. Susanne Rück, Sprecherin der Apotheken in Marburg und Umland, organisiert seit mehreren Jahren ehrenamtlich Fortbildungen, die einmal monatlich stattfinden. Rück freute sich, dass der neue Direktor der Klinik für Kardiologie, Angiologie und internistische Intensivmedizin, Professor Bernhard Schieffer, sich bereit erklärt hatte, mit seinem Team zu kommen. Vorhofflimmern sei die häufigste Herzrhythmusstörung des Menschen, erläuterte Schieffer. Sie könne mit Herzklopfen, Leistungsminderung aber auch Atemnot und Ohnmacht einhergehen. Er verwies darauf, dass Vorhofflimmern ein Hinweis auf häufig begleitende Erkrankungen, wie Gefäßverengungen oder Herzschwäche sei. Bei typischen Beschwerden sei eine Abklärung enorm wichtig. Schieffer freute sich berichten zu können, dass durch den Umbau eines der Herzkatheterlabors eine noch besseren Behandlung von Herzrhythmusstörungen möglich sei. Oberarzt Dr. Holger Ahrens referierte über neue blutverdünnende Medikamente zur Schlaganfallvorbeugung bei Vorhofflimmern. Diese seien für viele Patienten zwar eine Alternative, könnten aber nicht nur wegen höherer Kosten keinen kompletten Ersatz zur bewährten Medikation sein. Die Ärztin Dr. Birgit Markus stellte die akute Therapie bei Patienten, die mit Vorhofflimmern in die Notaufnahme oder sogar die Intensivstation der Klinik aufgenommen werden, dar. Sie erläuterte die medizinische Behandlung und andere Verfahren der Wiederherstellung des normalen Herzrhythmus. Im abschließenden Vortrag zeigte der Leiter der klinischen Elektrophysiologie und Rhythmologie, Dr. Ulrich Lüsebrink, Möglichkeiten der langfristigen Vorhofflimmerbehandlung durch die Katheter geführte Verödung der Lungenvenen auf. Es gelinge mit dieser Methode, mehr als mit Medikamenten alleine, den Auslöser der Rhythmusstörung zu isolieren und die Beschwerden des Patienten langfristig zu mindern. von Heiko Krause

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