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Von kleinen Codes und großen Marken

Expertenaustausch Von kleinen Codes und großen Marken

"Marken. Menschen. Morgen": Unter diesem Titel veranstaltete die Marburger Agentur „Die Kommunikatöre“ am Donnerstagabend ein Netzwerk-Forum für Unternehmer.

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Die Gäste des Kommunikationsforums „Marken. Menschen. Morgen“ tauschten sich im Rathaus vor und nach den Vorträgen aus.Foto: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Marburg. Inspiriert von den Vorträgen kam Boris Pichler, geschäftsführender Gesellschafter des Sanitätshauses Kaphingst GmbH, beim anschließenden Flying Dinner auf eine Marketing-Idee: Auf dem Glas mit dem Süppchen fehle der QR-Code, sagte er scherzhaft. „So könnte man gleich das Rezept abrufen.“ Der kleine QR-Code ist ein neuer Weg, um Neue Medien und Werbestrategien unter einen Hut zu bringen, hatte zuvor der Werbe-Fachmann Tobias Hummel den 110 Gästen im Rathaus erklärt. Hummel, der zusammen mit seiner Geschäftspartnerin Sabine Frieg zum dritten Mal zum Kommunikationsforum „Marken. Menschen. Morgen“ ins Rathaus einlud, stellte anschaulich dar, welche Möglichkeiten in diesem kleinen zweidimensionalen Code aus schwarzen Kästchen stecken. Er verhelfe dazu, die Kommunikation und das Marketing von großen und kleinen Unternehmen zu verbessern sowie gedruckte Medien mit Inhalten aus dem Internet zu verbinden und zu erweitern. Dass im Zeitalter von Internet und neuen Marketingstrategien dennoch das Menschliche nicht zu kurz kommen dürfe, betonte Andreas Fiedler, Personalleiter der Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG. Das Unternehmen in Stadtallendorf schule zum Beispiel alle Führungskräfte im Umgang mit Mitarbeitern, erklärte Fiedler. „Denn supergute Fachleute sind nicht immer gute Führungskräfte.“ Fiedler sprach auch über Werte wie Loyalität, Respekt und das Wir-Gefühl im Unternehmen - die ebenfalls eine Grundlage für ein erfolgreiches Marketingkonzept sind. Marketing-Experte Dr. Martin Friedrich gab den Zuhörern den Tipp, Werbestrategien nicht nach dem Bauchgefühl zu planen. Nach dem Motto „Nur was messbar ist, ist lenkbar“ sollte man Marketingerfolg messen und analysieren können. Welche Reichweite hat meine Aktion, wie viele Besucher folgen meinen Internet-Auftritten? Solche Fragen könne man anhand technischer Möglichkeiten beantworten und somit den Erfolg oder Misserfolg einer Kampagne feststellen.

Persönliche Gespräche statt virtuelle Vernetzung

Ein kleines, aber anschauliches Beispiel für weniger erfolgreiche Kommunikationsstrategien gab Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD), der Schirmherr des Forums war. Manchmal erreiche ihn morgens eine gleichlautende - nicht dringende - Nachricht auf mehreren Kanälen: per SMS auf dem Handy, privater Mail auf dem Laptop und dienstlicher E-Mail im Rathaus. „Und sobald ich ins Büro komme, fragt mich meine Referentin auch noch, ob ich die Nachricht schon erhalten habe. Es habe jemand angerufen“. Über solch „nervige“ Beispiele und die Tipps der Experten tauschten sich die Gäste anschließend beim Essen und Trinken aus.

Die Resonanz der Besucher zeige wie wichtig und sinnvoll auch die direkte Kommunikation und Vernetzung auf persönlicher Ebene - nicht nur über Smartphone - ist, erklärten die Geschäftsführer Sabine Frieg und Tobias Hummel.

von Anna Ntemiris

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