Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Von der Traktorengarage auf den Weltmarkt

Wirtschaft Von der Traktorengarage auf den Weltmarkt

Was einst zum Aufbessern der Studentenkasse diente, ist mittlerweile ein gut laufendes Unternehmen mit rund 100 Mitarbeitern: Die Firma SW Motech aus Rauschenberg liefert Motorradzubehör in 38 Länder der Welt.

Voriger Artikel
Bad Endbach bürgt für Berglandklinik
Nächster Artikel
Nur „Lammerich“ bietet schnelle Lösung

Die Geschäftsführer von SW Motech Kai Jockel (von links), Jürgen Swora und Jörg Diehl stehen mit Erfindungen des Unternehmens vor der Weltkarte, die zeigt, in welche Länder der Welt die Produkte geliefert werden.

Quelle: Katharina Kaufmann

Rauschenberg. Im November 1996 meldeten die Studenten Jürgen Swora, Jörg Diehl und Kai Jockel ihr erstes eigenes Gewerbe an: Mit dem Bau von Seitentanks für Motorräder wollten sie ihre Kasse aufbessern, um so ihr Hobby, das Enduro-Fahren, finanzieren zu können. Was in der Traktorengarage auf dem Bauernhof von Diehls Eltern in Bracht seinen Anfang nahm, hat sich mittlerweile zu einem Weltmarktunternehmen entwickelt.

„Als richtige Firmengründung sehen wir aber das Jahr 1999 an, denn seitdem haben wir die Firma SW Motech nicht nur als Hobby nebenbei, sondern als Vollzeitjob betrieben“, berichtet Jürgen Swora im Gespräch mit der OP. Ihr ganzes bisher erwirtschaftetes Geld steckten die drei Freunde in einen Katalog, um zu sehen, wie viel möglich ist. Und es war viel möglich: Noch im gleichen Jahr entwickelten die drei den ersten Meilenstein in der Firmengeschichte: den abnehmbaren „Quick-Lock-Kofferträger“, der sich zigtausendmal verkaufte.

„Leider haben wir dafür kein Patent angemeldet, sodass unsere Erfindung, die damals einzigartig auf dem Weltmarkt war, nun oft kopiert wird“, erklärt Swora etwas wehmütig, nur um gleich anzufügen: „Bis heute sind aber auch einige weitere Produkte von uns einzigartig auf dem Weltmarkt.“ Dazu zählt unter anderem auch der 2005 entwickelte „Quick-Lock-Tankring“, mit dem mittels eines einfachen Klick-Systems Taschen auf dem Tankring von Motorrädern festgemacht werden können.

„Bisher haben wir in jedem der vergangenen zehn Jahre ein Wachstum von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gehabt“, sagt Jürgen Swora nicht ohne Stolz. „Wir vertreiben etwa 70 Prozent der gefertigten Produkte unter unserem Namen, die restlichen 30 Prozent liefern wir als Originalersatzteile an die Firmen Kawasaki Europa, Suzuki International Europe, KTM und MotoGuzzi“, erklärt Swora. Neben den Gepäcksystemen produziert SW Motech nämlich auch Fahrzeugständer, Schutzbügel, Schutzbleche, Lenker und weitere Zubehörteile aus Metall für Motorräder.

von Katharina Kaufmann

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hinterland

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr