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Freisprechungsfeier Von Tradition und Moderne

In den handwerklichen Zünften wurde im ausgehenden Spätmittelalter der Lehrling vom Meister losgesprochen. Dieser alten Tradition folgte am Donnerstagabend wieder die Marburger Kreishandwerkerschaft.

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Bis auf den letzten Platz war der Kinosaal im Marburger Cineplex während der Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Marburg gefüllt.

Quelle: Katharina Kaufmann

Marburg. Insgesamt 113 Junggesellen aus elf Innungen und 13 verschiedenen Berufen wurden feierlich freigesprochen und damit in das handwerkliche Berufsleben entlassen. Die Durchfallquote von rund sieben Prozent war während der diesjährigen Gesellenprüfungen, so erklärte Lothar Kaiser, Geschäftsführer der Marburger Kreishandwerkerschaft, so niedrig wie nie zuvor.

„Sie können stolz und zufrieden sein, denn Sie haben gezeigt, was Sie können und erfolgreich die Gesellenprüfung abgelegt“, sagte Jörg Peil, Obermeister der Marburger Elektro-Innung. Diese hatte die Freisprechungsfeier gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft Marburg organisiert. Der Gesellenbrief sei Lohn für die ein oder andere Entbehrung während der Ausbildungszeit und findet Anerkennung in aller Welt, betonte Peil.

„Sie haben beste Zukunftsperspektiven“, erklärte Volker Breustedt, Leiter der Marburger Arbeitsagentur, den frischgebackenen Gesellen: Schließlich könne man ihr Produkt mit Händen greifen. Es sei nichts theoretisches, was nur auf dem Papier existiere und könne auch nicht in Korea produziert werden. „Mit einer handwerklichen Ausbildung steht Ihnen die Welt offen“, so Breustedt, der als Beispiel dafür Bushido und Otto Rehhagel nannte, die beide eine Maler-Lehre absolviert hätten.

von Katharina Kaufmann

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