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Hinterland Von Montag bis Sonntag ist er im Einsatz
Landkreis Hinterland Von Montag bis Sonntag ist er im Einsatz
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20:28 26.11.2009
Der Multifunktionär Walter Jakowetz feiert heute seinen 70. Geburtstag mit Familie, Freunden und Weggefährten. Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Gladenbach. Summiert Walter Jakowetz sämtliche Zeiten, in denen er seit 1968 mit Hingabe Ehrenämter ausfüllt, so kommt er auf 200 Jahre. Die Zeit für die vielfältigen Aufgaben hat er sich gern genommen, ob als Kreisjugendfußballwart, als Ansprechpartner für Vertriebene, als CDU-Kommunalpolitiker, als Vorsitzender des Sozialverbandes VdK, als Mitglied des Kreistages im Altkreis Biedenkopf sowie später im Landkreis Marburg-Biedenkopf oder als Vorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes. Eine wichtige Stütze war ihm stets seine Ehefrau Gertrud.

Meine Frau hat nicht mein Engagement ertragen, sie hat es mitgetragen“, sagt Jakowetz. Während er Sitzungen besuchte oder seine ehrenamtlichen Aufgaben erfüllte, leitete seine Frau das Steuerbüro in Biedenkopf und das in den Neuen Bundesländern. Rückblickend weiß er, dass er ohne die Unterstützung seiner Ehefrau den Fokus nicht auf seine vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten hätte ausrichten können.

Noch heute hilft sie ihm bei den Bürotätigkeiten für seine Ehrenämter, denn Jakowetz hat den Vorsitz der DRK-Ortsgruppe Gladenbach, des VdK Gladenbach, ist in 16 Vereinen Mitglied und vertritt als Erster Stadtrat und CDU-Mitglied Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim. Von Montag bis Sonntag nimmt Jakowetz täglich bis zu drei Termine wahr. Sein ganz privates Vergnügen ist es, den Bürgern Gladenbachs ab ihrem 70. Geburtstag Grußkarten zu schicken.

„Die Freude, die ich schaffe, schlägt auf mich zurück“, nennt er seinen Beweggrund. Er führt das Vermächtnis seiner Mutter fort und er tut dies gern. Sie hat durch ihre Art, ihrem Beispiel und ihrem Verhalten maßgeblich das Leben des 70-Jährigen bestimmt. Seine Mutter sei sozial engagiert und sehr hilfsbereit gewesen. Er glaubt, sein Verhalten sei eine „Erbanlage“, andere sagen, Walter Jakowetz kann nicht nein sagen, deshalb ist er seit Jahrzehnten für die Bürger tagaus, tagein im Einsatz.

Am 22. Oktober 1950 betrat Walter Jakowetz zusammen mit seiner Mutter und seinem Bruder den Boden der Bundesrepublik in der Nähe von Nürnberg. Jakowetz- stammen aus dem Sudetenland, sind aber keine Heimatvertriebenen. Seinen Vater hat er erst nach zehn Jahren Kriegsgefangenschaft wiedergesehen. 1956 zog die Familie nach Gladenbach, im gleichen Jahr bezogen sie ein Haus in der Klippsteinstraße. Im Elternhaus lebt Walter Jakowetz heute noch mit seiner Frau. Die Tatsache, dass Gladenbach für ihn zur Heimat geworden ist, schafft die tiefe Verbundenheit zu der Hinterlandkommune.

Die nächsten Jahre denkt der Jubilar noch nicht darüber nach, seine Ehrenämter abzugeben. Dennoch will er langsam für Jüngere den Weg bereiten. Für ihn war und ist das Ehrenamt ein elementares Hobby. Ohne seinen Einsatz für andere würde ihm etwas Wichtiges fehlen. Entspannen kann er in Morsum, dort haben Jakowetz- eine Ferienwohnung. Aber, im Rentnerdasein nur Urlaub zu machen, ist für den Multifunktionär nicht das Richtige.

von Silke Pfeifer-Sternke

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