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Von „Lästermäulern“ bis Körpergeruch

Umfrage Von „Lästermäulern“ bis Körpergeruch

Immer mehr Menschen arbeiten im Büro. Die einen teilen nur die Etage, die anderen bilden ein Team. Eine aktuelle Umfrage zeigt nun, dass die nervigste Bürosünde schlechthin das Lästern ist.

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„Lästermäuler“ und „Hinter-dem-Rücken-Herzieher“ empfindet ein Großteil der Mitarbeiter im Büro am nervigsten. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Online-Portals www.kalaydo.de.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Sie stehen auf dem Flur, in der Ecke des Großraumbüros oder in der Teeküche: die „Lästermäuler“ und „Hinter-dem-Rücken-Herzieher“. Sie reden und tratschen, machen sich über Kollegen lustig – und sorgen damit für ein schlechtes Betriebsklima. Das ergab zumindest eine Umfrage des Online-Anzeigenportals kalaydo.de zu den nervigsten Bürosünden. Mehr als 550 Beschäftigte aus verschiedenen Unternehmen wurden dazu befragt und für 86 Prozent ist zwar ein gutes Büroklima wichtig – aber mehr als 78 Prozent stört etwas an den Kollegen.

Für zwei Drittel der Umfrageteilnehmer sind daran „Lästermäuler“ und „Hinter-dem-Rücken-Herzieher“ unter den Büronachbarn schuld. 35 Prozent würde bei wiederkehrendem Stress sogar den Job wechseln. Doch die Auslöser für den Stress im Job könnten nicht unterschiedlicher sein: Während sich die einen eben über die „Lästermäuler“ und „Hinter-dem-Rücken-Herzieher“ ärgern, mögen andere (55 Prozent) an ihren Arbeitskollegen nicht, dass diese Fehler abstreiten, anstatt sie einfach zuzugeben.

Körpergerüche sind hoch im Kurs

Mehr als die Hälfte der befragten Büromitarbeiter fühlt sich durch unangenehme Gerüche wie Essen, Rauchen oder Körpergeruch bei der Arbeit gestört. Und auch Schmutz in der Küche und in den Toiletten, lautstarke Unterhaltungen und Telefonate sowie häufiges „Krankfeiern“ sorgen für Stress unter den Beschäftigten und werden als „nervige Bürosünden“ abgestempelt.

Weitere Ärgernisse sind Unpünktlichkeit, Selbstgespräche und Kommentare. Zwei Drittel der Befragten ist sich darüber einig, dass die Missstände geändert werden können. Sie sprechen ihre Büronachbarn jedoch nur mit bescheidenem Erfolg an: Während zwar fast die Hälfte offen auf die Kritik reagiert, ändert lediglich ein Drittel ihr Verhalten auch wirklich. Demgegenüber sind sogar mehr als 30 Prozent der Angesprochenen verärgert über die Hinweise der Kollegen. 

Die Folge: Nur etwas mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer würde trotz anhaltendem Ärger den Arbeitsplatz nicht wechseln. „Wir erfahren über die Zusammenarbeit mit Unternehmen und Bewerbern in unserer Jobbörse immer wieder, dass neben Fachwissen auch Persönlichkeitsmerkmale wie Team- und Konfliktfähigkeit außerordentlich wichtig sind“, berichtet Matthias Olten, Leiter des Stellemarktes bei www.kalaydo.de. Die jetzige Umfrage zeige konkrete Problemfelder im Büro auf und könne so dazu beitragen, ein für alle Beteiligten möglichst angenehmes Arbeitsklima zu schaffen: „Denn das ist die beste Voraussetzung für Erfolg.“

von Katharina Kaufmann

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