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Visionär mahnt vor Katastrophen

Hubl-Ausstellung Visionär mahnt vor Katastrophen

Mehr als 400 Besucher erlebten am Wochenende eine ganz besondere Kunst-Werk-Schau.

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Zwei Besucher betrachten in der Werkhalle von Bernd Keil in Steinperf die Bilder des Künstlers Bert Hubl.

Quelle: Martina Westermann

Steinperf. 40 Bilder und Skulpturen des international beachteten Künstlers Bert Hubl verwandelten, die vor den Toren Steinperfs gelegene Werkhalle des Garten- und Landschaftsbauunternehmens Bernd Keil, in eine Licht durchflutete Galerie mit einzigartig faszinierender Atmosphäre. „Ein außergewöhnlicher Maler braucht auch einen außergewöhnlichen Ausstellungsort“, sagte Detlef Ruffert, Vorsitzender des Vereins zur Bert-Hubl Kunstförderung.

Die Werkhallen des ehemaligen Steinverarbeitungsbetriebes werden zurzeit Instand gesetzt und dienen später der Ansiedlung für einen gemeindlichen und regionalen Handwerker- und Gewerbepark. Inhaber Bernd Keil erklärte sich auf Anfrage des Vereinsvorsitzenden bereit, 2010 Gastgeber der Bert-Hubl-Sommerausstellung zu werden. „Zwischen dem Künstler und dem Landschaftsbauunternehmer gibt es mehr Berührungspunkte, als man zunächst vermuten mag“, sagte Ruffert. Sowohl Keil, als auch Hubl widmen sich kreativ gestalterisch der Natur – der eine draußen im Garten und in der Landschaft, der andere in seinen Bildern.

Während das visionäre Werk Bert Hubls schon seit den 50er Jahren mahnend auf Luftverpestung, Verstädterung, Ozonloch, Müllberge, Gentechnik und die Gefahren der Atomkraft hinweist und die Menschen immer wieder zu einem achtsamen Umgang mit den Ressourcen ihres Planeten auffordert, setzt Keil das Anliegen des Künstlers aktiv in Taten um. So hat er auf dem Dach seines Werksgeländes eine Photovoltaikanlagen installiert. Mit großflächig auf dem Boden verteilten, graphischen Fußabdrücken aus dem Werk „Der Gartenspiegel“ erinnerte der Maler die Ausstellungsbesucher daran, dass das Konsumverhalten jedes Einzelnen Spuren in der Welt hinterlässt.

„Wenn alle 6,4 Milliarden Menschen auf unserem Planeten so leben würden, wie wir in Deutschland, dann bräuchten wir fast 4 Erden. Wir haben aber nur diese eine“, verdeutlichte Keil anschaulich die Verbindung zwischen der Intention des Künstlers und der alternativen Energiegewinnung auf seinem Hallendach. „Bert Hubl sagt von sich, dass er ein Optimist ist, sonst könnte er solche Bilder gar nicht malen. Er glaubt ganz fest daran, dass die Menschheit es noch verhindern kann, dass seine mahnenden Zukunftsbilder jemals Wirklichkeit werden“, verdeutlichte Organisator Heinz Westermann die wohl bedeutendste Vision des Künstlers.

von Martina Westermann

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