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Hinterland Vier Windkraftstandorte für Biedenkopf
Landkreis Hinterland Vier Windkraftstandorte für Biedenkopf
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19:40 05.03.2013
In Bottenhorn stehen derzeit zwei Windräder. Am Hilsberg will die Gemeinde Bad Endbach weitere errichten. Auch Biedenkopf will Flächen für Windenergie ausweisen. Quelle: Michael Hoffsteter
Biedenkopf

Bürgermeister Joachim Thiemig stellte den Stadtverordneten die Untersuchung zur Ausweisung von Konzentrationszonen für Windenergie im Flächennutzungsplan der Stadt Biedenkopf vor. Wie Thiemig berichtete, sei es trotz schwieriger topografischer und naturschutzrechtlicher Verhältnisse möglich, vier Konzentrationszonen mit einer Gesamtfläche von 114 Hektar für Windenergieanlagen auszuweisen. Dies entspreche rund 1,2 Prozent des Stadtgebiets.

Bei den vier Zonen handelt es sich um den Windpark „Schwarzenberg“ mit 54,8 Hektar (Kernstadt), den „Bronkekopf“ (Dexbach) mit 21,2 Hektar, den „Kreisberg“ (Eckelshausen) mit 21,8 Hektar und die Gemarkung „Engelbacher Hardt“ mit 15,8 Hektar.

Volkhard Ferchland (FDP) betonte, dass das Kartenmaterial belegt, dass die Biedenkopfer in einem schützenswerten Raum leben. Er würde deshalb die Planung ablehnen, da sich außer dem „Schwarzenberg“ die übrigen drei Konzentrationszonen als Puffer für Vogelschutzgebieten darstellen.

Siegfried Engelbach (CDU) sagte, dass Windkraft ein Thema sei, das viele Bürger berühre. Wenn er sich vorstelle, dass Hügelketten in Zukunft mit Windrädern bestückt würden, sei dies nicht schön. Gleichwohl gäbe es kaum Alternativen.

Es sei sinnvoll bei den Windkraftanlagen einen interkommunalen Weg einzuschlagen, wobei die Stadt darauf Einfluss nehmen könne, was verwirklicht wird. Es sei daher nur vernünftig, diesem Tagesordnungspunkt zuzustimmen, erklärte Engelbach.

UBL-Fraktionsvorsitzender Dieter Spies vertrat die Meinung, dass nach realistischer Einschätzung in absehbarer Zeit außer dem „Schwarzenberg“ auf den übrigen drei Gebieten keine Windkraftanlagen verwirklicht werden.

Mit 25 Ja- und 4 Neinstimmen wurde die Ausweisung der vier Konzentrationszonen beschlossen.

Einstimmig beschlossen die Parlamentarier den Umbau der Kindertagesstätte „Löwenzahn“ zur Schaffung einer U-3-Gruppe mit zehn Plätzen und die Einrichtung einer Waldgruppe. Den Umbau der Kindertagesstätte „Löwenzahn“ bezifferte Bürgermeister Thiemig auf 110000 Euro und die Einrichtung einer Waldgruppe auf 40000 Euro.

Wie der Bürgermeister weiter ausführte, seien zur Erreichung des Deckungsgrades von 35 Prozent für die unter Dreijährigen 124 Plätze vonnöten, sodass noch 22 Plätze bereitgestellt werden müssten. Mit der Realisierung der Waldgruppe und einer Krippengruppe würden weitere zehn U-3-Plätze entstehen, sodass rein rechnerisch noch ein Bedarf von zwölf U-3-Plätzen besteht.

Als Standort für die Waldgruppe (30 Plätze für Drei- bis Sechsjährige) sei der Waldplatz „Knochentriesch“ als der geeignete angesehen worden. Einstimmig votierten die Stadtverordneten für den Tagesordnungspunkt.

von Klaus Peter

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