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Der Gewerbepark wächst weiter

IG Salzbödetal Der Gewerbepark wächst weiter

In kleinen Schritten geht es mit dem Interkommunalen Gewerbepark Salzbödetal (IGS) voran. Das stimmt die Verantwortlichen aus Gladenbach, Lohra und Bad ­Endbach optimistisch.

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Der Regionale Nahverkehrsverband prüft, ob in Höhe der Zufahrt zum IGS eine Bushaltestelle eingerichtet werden kann.

Quelle: Michael Tietz

Gladenbach. Laut IGS-Geschäftsführer Lars Plitt wurden seit der vorigen Vertreterversammlung weitere Grundstücke verkauft. Außerdem verhandelt er mit vier Firmen, die es vielleicht ins Salzbödetal zieht.

Ein Betrieb zur Gabionen-Produktion siedelt sich im kommenden Jahr im Interkommunalen Gewerbepark Salzbödetal an. Der Kaufvertrag ist abgeschlossen, ebenso jener für die Hanggrundstücke, erklärte­ Plitt den Mitgliedern der Verbandsversammlung.

Weiterer Zuwachs kündigt sich an. „Aktuell liegen vier Grundstücksanfragen vor“, berichtete­ der Geschäftsführer. Ein ­Ingenieurbüro für Automobilbau, Pharma und Lebensmittelindustrie plant den Bau eines Bürogebäudes samt Modellfertigungshalle. Zwei Grundstücke im Gewerbepark könnten dafür genutzt werden. Die Entscheidung steht allerdings noch aus.

Ein auf Reinraumtechnologie­ und Schädlingsbekämpfung spezialisiertes Unternehmen hat ebenfalls Kaufinteresse für ein Grundstück angemeldet. Die Planungen und Vorgespräche sind laut Plitt abgeschlossen. „Die Entscheidung liegt nun beim Konzernvorstand und soll im Januar fallen.“

Projekt Bushaltestelle auf gutem Weg

Unterschriftsreif ist dagegen bereits der ausgearbeitete Kaufvertrag mit einem Reise- und Omnibusunternehmen. Dieses will im Gewerbepark eine Halle­ sowie Tankstelle und Waschstraße für Lkw und Busse bauen. Ein Metallbau-Unternehmen spiele ebenfalls mit dem Gedanken, sich im Salzbödetal niederzulassen. „Weitere Verhandlungen laufen, die sind alle aber noch vertraulich“, erklärte der Geschäftsführer den Vertretern aus Gladenbach, Bad Endbach und Lohra.

Im kommenden Jahr will der Zweckverband einige Schäden an den Straßen im Gewerbepark reparieren lassen. Außerdem soll die Werbetafel an der Zufahrt zum IGS, auf der die ansässigen Firmen aufgeführt sind, erneuert werden.

Auf einem guten Weg scheint die geplante Bushaltestelle am Gewerbepark zu sein. Vom Regionalen Nahverkehrsverband (RNV) sei ein entsprechender Vorschlag aus der Verbandsversammlung positiv aufgenommen worden, sagte Plitt. Nun müssen die Details abgestimmt werden.

Vorgelegt hat der Verbandsvorstand in der Sitzung auch den Haushaltsplan 2018. Der weist ein Defizit von knapp 93.000 Euro aus. Dieses Ergebnis sei als einmalig zu betrachten, merkte­ Gladenbachs Bürgermeister Peter Kremer an. Die guten Ergebnisse der vorherigen Jahresrechnungen würden die positive Entwicklung im Salzbödetal aufzeigen und die Einrichtung des Verbandes bestätigen. Geschuldet ist das für 2018 kalkulierte Minus der Ansiedlung weiterer Firmen – die Grundstücke wurden unter Buchwert verkauft. Das Defizit sei durch die Überschüsse der Vorjahre gedeckt.

Vermarktungsvertrag läuft Ende 2024 aus

Auf der Habenseite fallen vor allem die Steuereinnahmen ins Gewicht – 250.000 Euro bei der Gewerbesteuer und 30.000 Euro bei der Grundsteuer B. Diese­ Beträge werden an die drei Kommunen ausgeschüttet. „Wir haben konservative Ansätze gewählt“, sagte Kremer, der auch Verbandsvorsteher ist.

Bei den Ausgaben ist die Zahlung in Höhe von 100.000 Euro an die Hessische Landgesellschaft (HLG) einer der größten Brocken. Für die Unterhaltung der Straßen und Grünflächen samt Winterdienst sind 25.000 Euro angesetzt.

Die HLG hat im Auftrag der drei beteiligten Kommunen die Erschließung mit Strom, Wasser und Kanal sowie den Ausbau des Gewerbeparks übernommen und ist dafür in Vorleistung getreten. Ende 2024 läuft der Vermarktungsvertrag mit der Landgesellschaft aus. Sollten bis dahin nicht alle Grundstücke veräußert worden sein, muss der Verband diese zurückkaufen. Mehr als zwei Millionen Euro wären dafür jetzt fällig. Deshalb zahlt der Verband ab 2018 vorerst jährlich 100.000 Euro in das Verfahrenskonto ein.

Der Haushaltsplan soll in der nächsten Verbandsversammlung am 6. Februar in Lohra­ beraten und verabschiedet ­werden.

von Michael Tietz

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