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VfL-Heim könnte Kindergarten werden

VfL-Gebäude VfL-Heim könnte Kindergarten werden

Das gescheiterte Investorenkonzept für das VfL-Gelände wird zum Wahlkampfthema der Bürgermeisterkandidaten.

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Für das Vereinsgebäude des VfL Biedenkopf muss nach dem Absprung der Investoren eine neue Lösung gefunden werden.

Quelle: Björn-Uwe Klein

Biedenkopf. Eigentlich hätte der Abriss des VfL-Gebäudes zum 1. Juli erfolgen sollen. Nun nahm die Investorengruppe Danile Gaz, Eli Karew und Dr. Jakov Zwellos Abstand von dem Plan, dort ein 30-Betten-Hotel und ein Funktionsgebäude für den Fußballverein zu errichten. Mit dem Hinweis auf die „schlechte Stimmung“ in Biedenkopf lehnten sie eine Vertragsunterzeichnung ab, obwohl das Parlament grünes Licht gegeben und sogar einem Kaufpreis von 5 Euro pro Quadratmeter für die 2.500 Quadratmeter große Fläche zugestimmt hatte. Den angegebenen Grund hält Bürgermeisterkandidat Joachim Thiemig (SPD) für vorgeschoben. „Was wollen die Investoren denn noch mehr: alle Beschlüsse waren gefasst, um das Projekt zu realisieren.“ Die kritischen Fragen der Parlamentarier zum günstigen Kaufpreis seien nicht nur legitim, „sondern unsere Pflicht“, sagt Thiemig.

Mit der Absage der Investoren steht der VfL vor einem großen Problem. Das Gebäude muss dringend saniert werden, und es steht der Bau eines Kunstrasenplatzes an. Beide Projekte seien vom Sportverein nicht zu schultern, bestätigt Thiemig.

Sein Mitbewerber um das Bürgermeisteramt, Rainer Höhn, ersann eine Alternative: ein Umbau des Vfl-Heims, die eine Nutzung der Sportler und der Kinder unter drei Jahren ermöglicht.

Die Stadt Biedenkopf muss bis 2013 Kindergartenplätze für Kinder unter 3 Jahren bereitstellen. Dazu hat die Agentur „Kita3K“ einen Betreuungsbedarfsplan erstellt, aus dem hervorgeht, dass es an einem geeigneten Gebäude fehlt. Die Planungen sehen vor, sich auf den möglichen Anbau an bestehende Kindergärten zu konzentrieren, einen Neubau zu errichten oder ein bestehendes Gebäude umzubauen.

Das VfL-Gebäude könnte nach Ansicht von Rainer Höhn durch einen multifunktionalen Neubau ersetzt werden. In diesem könnte die Unterbringung von 3 bis 4 Gruppen von unter Dreijährigen gewährleistet werden. „An diesem Neubau kann man problemlos die Räume für den VfL Biedenkopf integrieren, sagt Höhn.

Für die Stadt Biedenkopf berge diese Option ein enormes Einsparpotential, da man nicht erst eine Immobilie erwerben – zum Beispiel das ehemalige Altenpflegeheim im Mühlweg – und umbauen muss. Außerdem würde man die städtische Bezuschussung der Sanierungsarbeiten am jetzigen Vereinsgebäude des VfL sparen.

von Silke Pfeifer-Sternke

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