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Hinterland Vertrag kommt Montag auf den Prüfstand
Landkreis Hinterland Vertrag kommt Montag auf den Prüfstand
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21:56 21.08.2009
Angespannt: Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim (links) und Marktmeister Konrad Ruppert im „Slingshot“. Archivfoto

Gladenbach. Bereits 2006 beschloss das hinter verschlossenen Türen tagende Aufsichtsgremium der stadteigenen Gesellschaft KFG, dem bisherigen Generalpächter, den Familien Ruppert/Kalbfleisch zu kündigen. 2007 machte der Aufsichtsrat einen Rückzieher: Er stattete den bisherigen Generalpächter mit einem Drei-Jahresvertrag aus. Infolge des ersten Beschlusses hatte es unter den politisch Verantwortlichen, im Gewerbeverein und in der Bevölkerung Diskussionen über die Sinnhaftigkeit des Vorhabens der Stadt gegeben. Die Meinung, dass sich Gladenbach keinen Gefallen damit tue, Rummelplatz und Fressgasse selbst zu organisieren, überwog und war ein wichtiges Signal für die Entscheidung im Sommer 2007.

Der aktuelle Vertrag beinhaltet eine Option: „Wird er nicht bis zum 31. August 2009 gekündigt, dann kann ich bis 2013 weitermachen“, erklärte Konrad Ruppert gegenüber der OP. Der 52-jährige Schausteller aus Bad Wildungen ist seit 27 Jahren Marktmeister und damit Cheforganisator des Vergnügungsparkes rund um den Gladenbacher Marktplatz. Zunächst habe nichts darauf hingedeutet, dass man den Vertrag kündigen wolle, versichert er. Bis er Mitte Juli von einer Aufsichtsratssitzung der KFG hörte, in der das Thema zu Diskussion stand. „Ich kann die erneute Diskussion über den Vertrag nicht verstehen, die KFG erhält mehr Geld als früher und ich habe dem Gremium schon damals alle Zahlen offengelegt und dokumentiert, dass ich mir garantiert keine goldene Nase verdiene“, kommentierte Ruppert und versicherte: „Ich und meine Familie verdienen während des Kirschenmarkts und nicht mit dem Kirschenmarkt.“ Für die Ausstattung des Vergnügungsparks – des Marktplatzes mit seinen Fahrgeschäften und der so genannten „Fressgasse“ – bedient sich die KFG seit vielen Jahren eines Generalpächters.

von Hartmut Berge

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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