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Hinterland Vereine specken Bau-Projekte ab
Landkreis Hinterland Vereine specken Bau-Projekte ab
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19:09 19.06.2012
Aus dem Sportgelände auf dem Blankenstein soll ein Baugebiet werden. Bei der Umsetzung des Projektes hat sich die Stadt die Hessische Landgesellschaft mit ins Boot geholt. – Auf Asche wird an der Biedenkopfer Straße nicht mehr lange gelaufen (kleines Bild

Gladenbach. Eigentlich sollte möglichst zügig nach dem Ende der Fußballsaison - im Mai spätestens Juni - mit dem Bau des Kunstrasenplatzes an der Biedenkopfer Straße begonnen werden. Nach zwei bis drei Monaten Bauzeit hätte die Sanierung der Leichtathletikanlage beginnen können. Die Bauvorhaben des SC Gladenbach und des Turnvereins verzögern sich aber. Der Grund: Die Ausschreibungsergebnisse liegen weit über der vor zwei Jahren vom Planer vorgelegten Kostenschätzung. Würde man die Bauvorhaben so umsetzen wie damals geplant, dann müsste für die Leichtathletikanlage 50 Prozent mehr und für den Kunstrasenplatz 34 Prozent mehr berappt werden. Deshalb arbeiten die Verantwortlichen beider Vereine mit der Firma, die den Zuschlag erhalten soll, und dem Planer an Sparkonzepten.

Die beiden Projekte waren auch Thema in der jüngsten Parlamentssitzung. Denn obwohl es sich um Bauvorhaben der beiden Vereine handelt, ist die Stadt finanziell mit im Boot:

Im Juni 2010 folgte das Parlament mehrheitlich einem gemeinsamen Antrag des Sportclubs Gladenbach und des TV Gladenbach. Nach damaliger Kalkulation sollte das Projekt etwa 930000 Euro kosten.

Der städtische Anteil läge dann bei 307000 Euro. Mindestens diesen Betrag will die Stadt aus dem Verkauf des Baulandes am Blankenstein erwirtschaften. Sie hat die Erschließung in die Hände der Hessischen Landgesellschaft (HLG) gelegt, einem Dienstleister für Städte und Gemeinden in Hessen. Eine erste Abschlagszahlung der HLG in Höhe von 400000 Euro sollte es ermöglichen, dass der Sportclub das Kunstrasenprojekt vor der Erschließung des Neubaugebietes am Blankenstein beginnen kann. 279000 Euro waren ursprünglich als Landeszuweisung im Finanzierungsplan für die beiden Projekte kalkuliert. Im Laufe des vergangenen Jahres kam die Kunde, das Land habe die Zuwendung auf 200000 Euro gedeckelt, weil die Fördertöpfe leer seien.

Bewilligungsbescheidliegt nur in Kopie vor

Als die OP im November vergangenen Jahres titelte „Erdwall wächst, Zuschuss schrumpft“ war die Empörung groß. Das Zuschuss-Problem schien aber durch die Splittung der Zuschuss-Anträge gelöst. Damit werde wieder die anvisierte Förderung von 30 Prozent der Gesamtkosten erreicht, gab sich Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim (CDU) noch vor wenigen Wochen optimistisch.

In der Tat wird der Turnverein den Zuschuss wohl fast in erhoffter Höhe erhalten. Die angekündigten 70000 Euro liegen allerdings unter der maximalen Förderquote von 30 Prozent. Der Zuschuss fließt aus dem Sonderinvestitionsprogramm „Sportland Hessen“.

Die Kopie des Bewilligungsbescheides liege vor, sagte der Bürgermeister am vergangenen Donnerstag in der Stadtverordnetenversammlung. Dort beantwortete er gleich einen ganzen Fragenkatalog zu dem Thema, den Peter Kremer von der SPD-Fraktion vorgelegt hatte.

Kremers Frage, was an den Gerüchten sei, dass weniger Geld als erwartet aus Wiesbaden fließe, kommentierte Bürgermeister Knierim: „Auf Gerüchte kann man nichts geben. Wir haben die Hoffnung nicht aufgegeben, dass auch der zweite Zuschuss in der erwarteten Höhe fließt.“

Weniger Zuschuss für Bau des Kunstrasenplatzes

Nach offiziell nicht bestätigten Informationen der OP war das jüngste Signal aus Wiesbaden wenig erfreulich: Der Zuschuss soll demnach 50000 Euro unter der erhofften Zuschuss-Summe liegen. Nachverhandlungen sollen‘s richten. Fakt ist, auch das machte der Bürgermeister deutlich, mit dem Kunstrasenplatzbau kann erst dann begonnen werden, wenn der Zuschuss-Bescheid zumindest in Kopie vorliegt. Dann könne eine Vorabgenehmigung beantragen, erklärte Knierim. Auf die Frage nach den Ursache für die große Differenz zwischen Kostenschätzung und Ausschreibungsergebnis erinnerte er, der Planer habe sich diese Höhe selbst nicht erklären können. Die Kostenschätzung liege aber schon zwei Jahre zurück. Neben diesem Zeitfaktor habe es einige Punkte und Unwägbarkeiten gegeben, die zumindest einen Teil der Kostensteigerung erklären ließen. So seien etwa im Zuge des Genehmigungsverfahrens für das Kunsttrasenplatzprojekt zusätzliche Pflanzungen mit einem Kostenumfang von 16000 Euro gefordert worden.

Mit dem Unternehmen, das den Zuschlag bekomme, werde über eine Festpreisgarantie verhandelt, sagte der Bürgermeister. Er sieht zurzeit keinen Anlass, den Zuschussbetrag in Höhe von 307 000 Euro vom Parlament anheben zulassen. „Zunächst müssen alle Einsparpotenziale ausgeschöpft werden“, betonte Knierim. Etwas reduziert wird die Finanzierungslücke auch durch den Kreiszuschuss in Höhe von 42000 Euro für beide Bauvorhaben, der im ursprünglichen Finanzierungsplan nicht eingerechnet war. Der Kreis unterstützt die Projekte als Schulträger, weil sowohl der Kunstrasenplatz als auch die Leichtathletik-Anlage von der Europaschule mitgenutzt werden sollen. Die Vereine müssten zwar ihre ursprünglichen Wünsche reduzieren, er glaube aber nicht, dass die Projekte darunter qualitativ leiden würden, sagte der Bürgermeister. Ebenfalls keine negativen Auswirkungen hat nach seinen Worten die bereits erfolgte Vorabzahlung der HLT. Auf dem Konto der Stadt sind etwas weniger als die damals kalkulierten 400000 Euro eingegangen, weil auf dem Sportplatzgelände am Blankenstein weniger Bauplätze erschlossen werden können als erwartet. Der Grund: Zum Wald muss ein größerer Abstand eingehalten werden.

von Hartmut Berge

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