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Verein soll Jugendpflege übernehmen

Stabwechsel Verein soll Jugendpflege übernehmen

Die Gladenbacher Jugendlichen sollen auch nach dem Ausscheiden des Stadtjugendpflegers Claus Schäfer im Juni weiter professionell betreut werden.

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Zu den Aufgaben des Gladenbacher Jugendpflegers gehört auch die Organisation des Ferienpasses mit seinen vielfältigen Aktionen.Archivfoto

Gladenbach. Nach sehr intensiver Diskussion empfiehlt der Ausschuss für Jugend und Sport, soziale und kulturelle Angelegenheiten mit sechs Jastimmen, einer Neinstimme und einer Enthaltung der Stadtverordnetenversammlung einen Konzeptentwurf anzunehmen.

Dieser sieht vor, einen Kooperationsvertrag mit dem Verein zur Förderung bewegungs- und sportorientierter Jugendsozialarbeit Marburg (bsj) abzuschließen. Der Verein soll von Juni 2012 bis Februar 2015 den pädagogischen Teil der Jugendpflege der Stadt Gladenbach übernehmen.

Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim erläuterte dazu, dass der langjährige Stadtjugendpfleger Claus Schäfer Anfang Juli die Ruhephase seiner Altersteilzeit antritt. Um die Qualität der Jugendarbeit weiterhin zu gewährleisten, empfehle der Magistrat, einen Kooperationsvertag mit dem bsj einzugehen. Die dazu notwendigen 21 Stunden wird Karl Heinz Nickel, hauptamtlicher Sozialarbeiter beim bsj, der auch einen Büroarbeitsplatz im Rathaus erhält und dort vermutlich dreimal wöchentlich Ansprechpartner ist, leisten. Eine Einarbeitungsphase würde entfallen, da Nickel die Jugendarbeit der Stadt sehr vertraut sei.

Die Kosten bezifferte Knierim für dieses Jahr von Juni bis Dezember mit 19700 Euro, für das Jahr 2013 mit 35100 Euro, für das Jahr 2014 mit 36200 Euro und für die ersten beiden Monate im Jahre 2015 mit 6300 Euro.

Die Sachkosten übernimmt wie bisher die Stadt Gladenbach. Über die Option einer Vertragsverlängerung sollen dann die städtischen Gremien entscheiden. Die Verwaltungsarbeit der Stadtjugendpflege decke Christina Pfeifer vom Fachbereich II (Ordnungsamt) mit 19,5 Wochenstunden ab.

Die Ausschussvorsitzende Andrea Glufke wollte vom Bürgermeister wissen, ob überlegt worden sei, in der Übergangsphase, also die Zeit, in der die Stadt noch Finanzmittel für den Stadtjugendpfleger bereitstellen muss, nicht eine halbe Stelle für die Stadtjugendpflege zu schaffen. Dies sei auch überlegt worden, betonte Knierim, doch sei es äußerst schwierig, einen qualifizierten Sozialarbeiter für eine halbe Stelle zu gewinnen.

Der ausscheidende Stadtjugendpfleger Claus Schäfer betonte, dass es sein Bestreben gewesen sei, aktuelle und zeitnahe Jugendarbeit zu betreiben, wofür immer wieder neue Ideen entwickelt werden müssten. Auch seien in dieser Zeit einige Projekte erfolgreich mit dem bsj durchgeführt worden. In Gladenbach würde die Jugendarbeit also nicht bei null anfangen.

von Klaus Peter

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