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Varroa hält Imker in Atem

Milbe schädigt Biene Varroa hält Imker in Atem

Nur durch konsequentes und vor Ort unter Imkern zeitlich abgestimmtes Behandeln der Völker lässt sich die Varroa-Milbe erfolgreich bekämpfen.

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Tilo Fischer begutachtet eine Wabe. Die Behandlung von Bienen-Völkern gegen Varroa gehört zu jedem Imkerkurs.Foto: Berge

Gladenbach. Seit mehr als 30 Jahren wird weltweit nach den Ursachen des Bienensterbens geforscht, erinnert Günter Raab, Vorsitzender des Kreisimkervereins Biedenkopf.

Es werde immer deutlicher, dass eine ungünstige Kombination aus verschiedenen Faktoren dafür verantwortlich sei: Krankheiten, Viren, Umweltgifte, Qualität der Nahrungsgrundlagen, gentechnisch veränderte Blühpflanzen sowie in seiner Dynamik verändertes Tracht- und Pollenangebot in einer Landschaft, die durch die intensive und einseitige Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen stark verändert sei. „Honig ernten wir noch genug, aber die ganzjährige vielfältige Pollen- und Nahrungsversorgung ist häufig nicht gesichert“, warnt Raab. Er bezeichnet die Varroa-Milbe und das damit verbundene Bienensterben als „das Hauptproblem bei der Bienenhaltung“. Im vergangenen Frühjahr lag die Völker-Verlustrate in Hessen bei 30 Prozent, im Kreisgebiet Biedenkopf hingegen bei 5,6 Prozent. Diesen Erfolg führt Raab auf intensive Schulungen und die konsequente Behandlung der Völker - vorzugsweise mit natürlichen Mitteln wie Ameisensäure - zurück. Nach ersten Rückmeldungen von Imkern deute sich ein zurückgehender Milben-Befall der Völker an, sagt Günter Raab.

von Hartmut Berge

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