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Hinterland Ursachenforschung dauert an
Landkreis Hinterland Ursachenforschung dauert an
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21:53 06.01.2012
Durch die Druckwelle der Explosion wurde die rechte Vorderfront des Hauses zerstört. Diese Stahltür (kleines Bild) flog 80 Meter weit und landete in einem Garten. Quelle: Jürgen Jacob

Holzhausen. Freitagnachmittag, 16.10 Uhr: In Holzhausen schreckt eine laute Detonation viele Bürger auf. Sie wird sogar in Nachbardörfern vernommen.

Menschen öffnen die Fenster und Türen. Doch nur in der Straße „Am Steger“ sehen die Nachbarn des Hauses Nummer 13, was passiert ist. Die rechte Vorderfront des Gebäudes ist förmlich weggesprengt, das Dach hat sich abgesenkt, ein Kamin ist eingestürzt.

Ein 56-jähriger Mann, der dort seit ein paar Jahren alleine wohnt, verlässt das Haus fast unverletzt.

Diese Fotogalerie zeigt die Trümmer des in Holzhausen explodierten Hauses.

Er befand sich zum Zeitpunkt der Detonation im linken Gebäudeteil. Er wird von Rettungskräften versorgt.

Die Leitstelle in Marburg hat nach zahlreichen aufgeregten Anrufen vorsichtshalber jede Menge Kräfte auf den Weg geschickt, denn zunächst sind die Auswirkungen der Explosion nicht einzuschätzen.

Vermutet wird zunächst eine Gasexplosion, das Haus wird allerdings von einer Ölzentral­heizung versorgt. Weil aber Gasgeruch wahrgenommen wird, sperren die Hilfskräfte das Gelände um das zerstörte Haus weiträumig ab und evakuieren zehn Bewohner aus drei angrenzenden Häusern.

Nachdem bei Messungen in der Luft keine gefährlichen Stoffe, insbesondere kein Gas, festgestellt werden, können sie wieder in ihre Häuser zurückkehren. Beamte der Kriminalpolizei Marburg beginnen mit ihren Ermittlungen. Das betroffene Haus bleibt dabei zunächst außen vor. Denn trotz Scheinwerfereinsatz wäre die nächtliche Suche nach der Ursache in dem Schutt zu gefährlich.

Anwohner aus Holzhausen, die offenbar durch die Explosion bedingte Schäden an ihrem Eigentum – wie etwa am Haus oder Auto – feststellen, werden gebeten, nichts zu verändern und sich mit der Polizei Biedenkopf, Telefon 0 64 61 / 9 29 50 in Verbindung zu setzen. Am Samstag gehen die Ermittlungen und Aufräumarbeiten weiter.

von Hartmut Berge

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Der Beitrag wurde aktualisiert.