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Hinterland Unter Dauer-Strom
Landkreis Hinterland Unter Dauer-Strom
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19:30 13.03.2012
Zu 100 Prozent elektrisch laufen die Motoren der Elektro-Autos, die gestern am Standort Behringwerke in Marburg an Unternehmen aus dem Landkreis übergeben wurden. 19 dieser Fahrzeuge sind derzeit auf den Straßen der Region für Stadt, Landkreis und mehrere Quelle: Patrik Naumann
Marburg

Die Stadt Marburg hat fünf. Die Pharmaserv GmbH & Co. besitzt zwei, das Sanitätshaus Kaphingst, der Landkreis und die Wohnbau Gießen ebenfalls. Elektrotechnik Peil, CSL Behring, die Stadtwerke Marburg, der Dienstleistungsbetrieb Marburg, die Marburger Entsorgungsgesellschaft und die Wohnungsbaugenossenschaft Marburg fahren auch mit einem umher - die Rede ist von Elektro-Autos.

Der Einsatz elektrisch angetriebener Nutzfahrzeuge im Alltag eines Betriebs war vor noch nicht allzu langer Zeit für kaum ein Unternehmen vorstellbar. Und das obwohl zu Beginn der Entwicklung der Automobile im 19. Jahrhundert Elektro-Autos eine wichtige Rolle spielten. Denn erst nach 1900 wurden die Fahrzeuge mit Elektromotor von solchen mit Verbrennungsmotor schrittweise verdrängt. Inzwischen ist die Technologie jedoch wieder einsatzbereit und verschiedene Unternehmen aus der Region haben sich dazu entschlossen, den Einstieg in die Elektromobilität zu wagen. "Elektro-Autos sind aktuell zwar noch nicht unbedingt wirtschaftlich zu betreiben, dennoch bedeuten sie einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft", erklärt Thomas Janssen, Geschäftsführer von Pharmaserv, warum sein Unternehmen auf Elektromobilität setzt. Ziel sei es jetzt, mit den beiden angeschafften Fahrzeugen Erfahrungen mit dieser Technologie zu sammeln. "Bilanziell können wir sogar nachweisen, dass der Strom für die Fahrzeuge von unseren eigenen Photovoltaikanlagen kommt", ergänzt er.

19 Elektrofahrzeuge sind für verschiedene Unternehmen derzeit auf den Straßen im Landkreis unterwegs, vor allem für kurze Strecken werden sie genutzt. Insgesamt hat die Marburger Autodienst Gnau GmbH in den vergangenen Monaten 35 Fahrzeuge mit Elektroantrieb der Marke Renault verkauft, nicht nur nach Marburg und die Region, sondern auch überregional. Um auch dem Service und der Wartung der neuartigen Modelle gerecht werden zu können, wurden die Mitarbeiter intensiv geschult und weitergebildet. "Wir fühlen uns gut aufgestellt für diese neue Herausforderung", erklärt Geschäftsführer Stefan Gnau.

Ausgeliefert hat sein Unternehmen die beiden Modelle Renault Kangoo Z.E. und Fluence Z.E.: Während der Kangoo als kleiner Transporter mit einer Reichweite von 160 Kilometern eingesetzt werden kann, schafft der Fluence als Stufenhecklimousine die gleiche Reichweite an einem Stück. Danach müssen die Akkus allerdings aufgeladen werden - entweder bei 220 Volt für sechs bis acht Stunden oder bei 63-Ampere-Starkstrom eine gute Stunde.

"Wir haben die Fahrzeuge gekauft, ohne zu wissen, was sie eigentlich kosten", sagt Boris Pichler, Geschäftsführer des Sa-nitätshauses Kaphingst zur Anschaffung seiner zwei Wagen. Allein die Tatsache, dass diese Fahrzeuge kein Kohlendioxid ausstoßen und man damit umweltfreundlich unterwegs sein könne, habe überzeugt.

"Wir wollen die Energiewende und dazu gehört auch die Elektromobilität", bekräftigt Landrat Robert Fischbach, der die Region Marburg-Biedenkopf auf einem gutem Weg in eine umweltfreundliche Zukunft sieht. "Es ist die Aufgabe der Kommunen eine Vorreiterrolle einzunehmen. Und das machen wir", ergänzt Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel. Nun müsse noch das Tankstellennetz für Elektrofahrzeuge entsprechend ausgebaut werden.

von Katharina Kaufmann

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