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Neue Führungsriege für das UKGM

Marburg Neue Führungsriege für das UKGM

Es wurde schon länger gemunkelt, nun steht es fest: In der Geschäftsführung des Uniklinikums Gießen und Marburg (UKGM)kommt es zu Veränderungen. Dr. Christiane Hinck-Kneip und Martin Menger stoßen zur Führungsriege.

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Der Aufsichtsrat der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH hat am Donnerstag einstimmig Dr. Christiane Hinck-Kneip (links) und Martin Menger (rechts) in die Geschäftsführung gewählt.

Quelle: Archivfoto

Marburg. Die beiden Personalentscheidungen wurden am Freitag in einem Infobrief an die Mitarbeiter der beiden Standorte veröffentlicht. Dr. Christiane Hinck-Kneip übernimmt die Stelle von Dr. Christian Höftberger, der zum 31. März seinen Posten als Kaufmännischer Geschäftsführer räumt. Er soll dem UKGM in beratender Tätigkeit erhalten bleiben. Dazu Hinck-Kneip in dem Infobrief, der der OP vorliegt: „Ich freue mich auf die neue Herausforderung und möchte gemeinsam mit den Beschäftigten sowie Klinik- und Institutsdirektoren dafür Sorge tragen, dass am Standort Gießen auch unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin eine hochwertige medizinische Versorgung für unsere Patienten angeboten wird.“

Eine seit Längerem unbesetzte Stelle übernimmt Martin Menger. Mit „Zentrale Dienste“ wird sein Geschäftsbereich umschrieben. Im Klartext: Menger soll standortbergreifend Personal- und Sachthemen entscheiden. Er ist Vertreter der Geschäftsführung gegenüber Betriebsrat, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden. Er stellt sich in dem Schreiben wie folgt vor: „Die öffentliche Diskussion über das UKGM ist alles andere als konstruktiv und nicht förderlich für das Uniklinikum und trifft vor allen Dingen die Mitarbeiter und Patienten.“ Ob es Kommunikationsprobleme gegeben habe, vermöge er nicht zu beurteilen. „Mein Ziel ist es, mehr Ruhe und Sachlichkeit in die Diskussion zu bekommen“, wird er weiter zitiert. Der neue Geschäftsführer „Zentrale Dienste“ ist seit elf Jahren in leitender Funktion bei der Rhön-Klinikum AG beschäftigt. Der 52-Jährige soll am 1. April mit seinen Aufgaben beginnen, sofern der Aufsichtsrat von Rhön zustimmt. Dies gilt aber als sicher.

Während diese Entscheidung am Freitag bekannt wurde, griff auch der hessische SPD-Chef  Thorsten Schäfer-Gümbel den Klinik-Konzern an: Er forderte in einem Interview den Rücktritt des Rhön-Vorstandsvorsitzenden und UKGM-Aufsichtsratsvorsitzenden Wolfgang Pföhler. „Denen geht es nur um die Bilanz“, so Schäfer-Gümbel zu den Kürzungsplänen des Klinik-Betreibers, die nach dessen Angaben  das Ziel haben, das Ergebnis zu stabilisieren und den Erlös zu steigern.

Rhön-Sprecher Hans-Jürgen Heck sagte zu der Rücktrittsforderung nur: „Wir kommentieren nicht jeden Unfug.“

von Carsten Bergmann und Katharina Kaufmann

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