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Hinterland Gremium setzt auf Neuanfang
Landkreis Hinterland Gremium setzt auf Neuanfang
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16:46 13.04.2017
Sie stehen nun an der Spitze des Betriebsrats am UKGM: Vorsitzender Wolfgang Demper und seine Stellvertreterin Erika Hallenberger. Quelle: Thorsten Richter
Marburg

Wolfgang Demper, ehemals Verdi-Mitglied, war bei der Wahl für die „Liste Marburger Bund“ angetreten. Er löst nun Bettina Böttcher ab. Neue stellvertretende Vorsitzende ist Erika Hallenberger, die ebenfalls für die „Liste Marburger Bund“ kandidiert hatte.

„Die Wahl war für uns überraschend, aber das Ergebnis, das uns sehr gefreut hat, zeigt uns auch, dass der Wandel angezeigt war“, kommentiert der neue Vorsitzende das Ergebnis der Betriebsratswahlen. Die Belegschaft setze ein großes Vertrauen in die „Liste Marburger Bund“ – dementsprechend hatte die Liste bei der Wahl massiv an Stimmen gewonnen und vier zusätzliche Sitze im Gremium erhalten.

„Unsere Aufgabe ist es jetzt, dieses Vertrauen zu rechtfertigen und wieder zu einer konstruktiven Betriebsratsarbeit überzugehen, mit der wir die Belange der Beschäftigten vertreten“, stellte Demper seine Ziele im Gespräch mit der OP vor. „Das ist das Pfund, das wir jetzt zu stemmen haben – und wofür wir auch gewählt sind und wofür wir auch schon vor dem Rücktritt des Betriebsrats gewählt waren“, konkretisiert er. Ziel sei es, das Gremium wieder zu einen – „über die Sacharbeit müssen wir wieder dahin zurückfinden, die Interessen der Belegschaft zu vertreten. Das muss uns dann auch wieder einen, um einen gemeinsamen Weg zu gehen“.

Demper: Gemeinsam an einem Strang ziehen

Baustellen gebe es am UKGM zur genüge – auch vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen, dass Stephan Holzinger, der neue Vorstandsvorsitzende des Rhön-Konzerns, schon vor einem Gewinneinbruch gewarnt habe und er Einsparungen angekündigt habe. „Der kaufmännische Geschäftsführer des UKGM, Gunther K. Weiß, hat uns schon gesagt, dass wir mit den Stellenbesetzungen schon über dem Konzernziel liegen – da sind wir schon gespannt, in welchen Bereichen gespart werden soll“, sagt Demper.

Klar sei jedoch: „Wenn man die Arbeitssituation, die Belastungen und die Überlastungsanzeigen sieht, dann fragt man sich, wo denn noch Personal abgebaut werden soll – wie soll es denn dann weitergehen?“ Seine Hoffnung sei, dass die Kollegen bei den drängenden Problemen „gemeinsam an einem Strang ziehen, um die Aufgaben gemeinsam zu stemmen“.

Natürlich müsse es auch ­unterschiedliche Meinungen­ geben, „das gehört zu einer ­Kultur dazu. Unterschiedliche Meinungen befördern ja auch unterschiedliche Impulse und Denkansätze. Aber am Ende muss man zu einem Ergebnis kommen, das jeder nach außen vertreten kann“.

von Andreas Schmidt

Der neue, 29-köpfige Betriebsrat

Von der Liste 1 (DRK-Schwestern-Liste): Inge Pilgrim-Schäfer, Larissa Plukavec.

Von der Liste 2 (Freie und unabhängige Liste): Heinz Laucht, Klaus Gerber, Gisela Lind, Robert Schulz.

Von der Liste 3 (Verdi): Bettina Böttcher, Björn Borgmann, Ilona Kraft-Peil, Michael Kroll, Johanna Bambeck, Peter Ducke, Gisela Kasper, Michael Weber, Ursula Bittner, Frank Eggers, Claudia Strele, Herbert Rüdiger.

Von der Liste 4 (Liste Marburger Bund): Dr. Franz-Josef Schmitz, Erika Hallenberger, Wolfgang Demper, Bettina Nieth, Dr. Thomas Neubert, Bernd Fischer, Klaus Queckbörner, Hartmut Hilberg, Michael Damian, Dr. Lutz Alexander Graumann und Cornelius Thielmann.

Freigestellt werden sollen: Erika Hallenberger, Wolfgang Demper, Heinz Laucht, Bettina Böttcher, Björn Borgmann und Peter Ducke jeweils mit einer Vollfreistellung sowie Michael Damian und Klaus Gerber je mit einer Halbfreistellung.

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