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Turner hoffen auf weitere Hoch-Zeit

Neue Leichtathletikanlage Turner hoffen auf weitere Hoch-Zeit

Die Verantwortlichen des SC Gladenbach und des Turnvereins blicken in diesen Tagen sorgenvoll auf die Wettervorhersagen. Denn es gibt noch einiges zu tun an den neuen Sportanlagen.

Gladenbach. „Wir hatten bisher Glück und bezüglich des Baufortschritts keinen Grund zu meckern“, betont Michaelo Walter, Vorsitzender des Turnvereins Gladenbach.

Die Firma Schmitt - ein Fachunternehmen für Sportstättenbau mit Betriebsstätte in Langgöns - erhielt den Zuschlag für den Bau eines Kunstrasenplatzes und die Sanierung und Modernisierung der Leichtathletik­anlage, beides an der Biedenkopfer Straße. Die beiden Projekte wurden seinerzeit in zwei Losen gemeinsam ausgeschrieben.

Das Unternehmen lag voll im Plan. „In dieser Woche sollten eigentlich die Spezialisten der Firma Polytan anrücken, doch die ist in Verzug“, berichtet Walter.

Die Arbeiter des Fachunternehmens für Kunststoffbeläge im Freizeit- und Sportstättenbau kommen erst in der nächsten Woche, um zunächst eine Asphalttragschicht aufzubringen. Dann rückt ein weiterer Bautrupp an, um die Kunststoffbeläge aufzutragen.

Das bestätigt Frank Haffer, der für den Generalunternehmer - die Firma Schmitt - die Projektleitung inne hat.

Anfang kommender Woche werde der Asphalt eingebaut, „der Kunststoffaufbau soll dann so schnell wie möglich folgen“, sagt er. Und er erklärt, dass der Asphalt warm eingebaut wird, das geschehe bei frostfreiem Wetter. Von Regen würden diese Arbeiten nicht behindert. Die sogenannte Ausgasung des Asphalts sei - temperaturabhängig - in drei bis vier Tagen abgeschlossen. Dann könne der Kunststoffeinbau folgen. Doch der sei sehr wohl vom Wetter abhängig. Beim Aufbringen des Haftgrundes, der Basisschicht und schließlich der zwei Millimeter dicken roten Beschichtung, müsse es im wesentlichen trocken sein. „Die Schichten müssen miteinander haften“, sagt er. Auch entsprechende Plustemperaturen seien dafür erforderlich.

„Es hätte perfekt gepasst“, sagt Michaelo Walter mit Blick auf das trockene und noch immer recht warme Herbstwetter. Trotz der angekündigten Schlechtwetter-Phase hat der TV-Vorsitzende die Hoffnung auf eine weitere „Hoch-Zeit“ nicht aufgegeben, sodass der Kunststoff noch in diesem Jahr aufgetragen werden kann.

Auch Olaf Barth vom Vorstand des Gladenbacher Sportclubs ist mit dem Baufortschritt zufrieden. Schon seit Wochen trainieren Jugend- und Seniorenmannschaften auf dem neuen Kunstrasenplatz. Der Rasenplatz nebenan konnte zuletzt nicht genutzt werden, weil die Arbeiten an der ihn umgebenden Leichtathletikanlage voll im Gange waren. Der GSC tauschte deshalb seine Heimspiele und trat nur auswärts an.

Heimpremiere auf dem neuen Kunstrasenplatz ist am Sonntag, 4. November, mit dem Lokalderby gegen „Wacker“ Frohnhausen.

Rund um den schicken Kunstrasen ist noch eine große Baustelle. Den Helfern unter den Mitgliedern steht jede Menge Eigenleistung bevor. An vorderster Stelle stehe zunächst das Aufbringen von Schotter rund um den Platz, erklärt Barth. Damit soll verhindert werden, dass Zuschauer wie Spieler in den Wintermonaten im Matsch stolzieren müssen. Einen Teil des Umlaufs haben fleißige Helfer bereits gepflastert. „Zurzeit sind Arbeitseinsätze nur freitags und vor allem samstags möglich. Es wird abends zu früh dunkel“, erklärt Olaf Barth.

Schmutz ist Gift für den Kunstrasen. Deshalb werden die Spieler - unter anderem auf einem Hinweisschild - aufgefordert, den Platz nur mit sauberem Schuhwerk zu betreten.

Weil die beiden Vereine unverschuldet Finanzierungslücken schultern müssen, soll im Frühjahr 2013 ein Sponsorenlauf organisiert werden.

Alleine der Turnverein muss 66000 Euro an Bargeld stemmen. Eigenleistung konnte bei der Sanierung und Modernisierung der Leichtathletikanlage nur in geringem Maß eingeplant werden.

Auch die Turner sind auf Spenden angewiesen. Für ihr Projekt wollen sie unter anderem am 24. November während einer großen TV-Gala werben.

von Hartmut Berge

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