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Trotz sinkenden Umsatzes steigt das Konzernergebnis

3U Holding AG Trotz sinkenden Umsatzes steigt das Konzernergebnis

Obwohl der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2011 um 6,5 Prozent zurückging, verzeichnete die 3U Holding AG aus Marburg mit 26,64 Millionen Euro ein Rekordergebnis.

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Ein Techniker arbeitet in einem Solarpark an den Solarmodulen, die Sonnenenergie in Strom umwandeln.

Quelle: Jens Büttner

Marburg. Maßgeblich für das gegenüber dem Vorjahr um 457 Prozent höher ausfallende Jahresergebnis war der Verkauf der 3U-Tochtergesellschaft LambdaNet. Wie das Unternehmen mitteilte, flossen bei dieser Transaktion im vergangenen Mai, rund 27,4 Millionen Euro an die 3U Holding AG (die OP berichtete). Darüber hinaus war vereinbart worden, dass die restlichen Verbindlichkeiten von 7,8 Millionen Euro zuzüglich Zinsen in den nächsten fünf Jahren zurückgeführt werden.

Der Konzernumsatz ging laut Geschäftsbericht 2011 gegenüber dem Vorjahr um 5,13 Millionen Euro auf 77,27 Millionen Euro zurück. Daneben reduzierte sich auch die Bilanzsumme - gegenüber dem Vorjahr sank sie um 2,5 Millionen Euro auf nunmehr 75,5 Millionen Euro. „Der Umsatzanstieg im Segment Erneuerbare Energien konnte den Umsatzausfall im nicht fortgeführten Segment Breitband/IP sowie den Umsatzrückgang im Segment Telefonie nur teilweise kompensieren“, heißt es von 3U. Der Verkauf der LambdaNet habe sich vor allem auf das Ebitda (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte) und das Ergebnis ausgewirkt: Beides konnte deutlich gesteigert werden.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzernvorstand, in den am 14. März Christoph Hellrung (Finanzvorstand für Michael Göbel) und Andreas Odenbreit (Ressort Recht und Personal) berufen wurden, mit Umsätzen zwischen 62 und 72 Millionen Euro, einem Ebitda zwischen zwei und drei Millionen Euro sowie einem Ergebnis zwischen 500000 und 1,5 Millionen Euro. „Der 3U Konzern befindet sich mitten in einem Transformationsprozess, und daher unterliegt die Prognosequalität zwangsläufig dem Einfluss der sehr dynamischen Entwicklung der einzelnen Bereiche“, so Prokurist Peter Alex.

Für die Zukunft setzt das Marburger Unternehmen auch weiterhin auf die Segmente Telefonie, Services und Erneuerbare Energien. „Im Segment Services haben wir in 2011 die Grundlagen geschaffen, ab dem Jahr 2012 nennenswerte externe Umsätze zu erzielen. Während 2011 nahezu alle Umsätze in diesem Segment noch konzernintern generiert wurden, sollen externe Umsätze in 2012 schon rund ein Viertel der Gesamtumsätze ausmachen und 2013 soll dieser Anteil auf nahezu 50 Prozent steigen“, heißt es im Brief an die Aktionäre im aktuellen Geschäftsbericht. Zudem sei es erklärtes Ziel, sich künftig noch breiter im Bereich Erneuerbare Energien aufzustellen und die Produkt- und Dienstleistungspalette auf einer Fünf-Säulen-Strategie (Produktion, Handel, Service, Beratung/Planung und Projektentwicklung) zu erweitern.

Der Aktienkurs hinkt der positiven Unternehmensentwicklung allerdings etwas hinterher: Im Jahr 2011 stieg der Kurs gegenüber dem Vorjahr moderat um 15 Prozent. „Auch wenn die 3U-Aktie eine bessere Performance aufwies als die Marktindizes, sind wir mit der aktuellen Unternehmensbewertung keineswegs zufrieden“, so der Vorstand, der vom Aufsichtsrat die Zustimmung erhielt, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von 0,03 Euro je Aktie auszuzahlen.

Die Bilanzzahlen im Detail: Konzernumsatz: 77,27 Millionen Euro (- 5,13 Mio. Euro), Ebitda: 28,47 Millionen Euro (+ 22,05 Mio.), Jahresergebnis: 26,64 Millionen Euro (+ 20,81 Mio.), Bilanzsumme: 75,5 Millionen Euro (- 2,5 Mio.), Eigenkapital: 62,3 Millionen Euro (+22 Mio.), Eigenkapitalquote: 82,5 Prozent, Mitarbeiter: 152 (-9).

von Katharina Kaufmann

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