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Trotz guter Zahlen hagelt es auch Kritik

Kraftfahrzeuggewerbe Trotz guter Zahlen hagelt es auch Kritik

Einen Rückblick, eine Bewertung der aktuellen Situation und einen Ausblick auf das Kraftfahrzeuggewerbe in Marburg und Umgebung gab Innungsobermeister Ralf Funke während der Jahreshauptversammlung.

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Rund 3,1 Millionen Neuwagen wurden im vergangenen Jahr zugelassen. Der Obermeister der Marburger Innung des Kraftfahrzeuggewerbes, Ralf Funke, rechnet für dieses Jahr mit einer ähnlich guten Verkaufszahl.

Quelle: Archivfoto

Beltershausen. 2011 war ein gutes Jahr für das deutsche Kraftfahrzeuggewerbe, und es lief erheblich besser als vorher erwartet. „Die Faszination am Auto ist weiterhin hoch“, berichtete Ralf Funke, Obermeister der Marburger Kfz-Innung, in seinem Jahresbericht während der Jahreshauptversammlung am Dienstagabend. Die Lieferzeiten für Neuwagen hätten sich normalisiert, die Gebrauchtwagenpreise würden steigen und die Servicedienstleistungen seien weiter auf hohem Niveau geblieben. „Alles in allem sind es traumhafte Rahmenbedingungen, wie wir sie seit Jahren nicht mehr hatten“, so der Obermeister weiter.

Rund 3,1 Millionen Neuwagen seien in Deutschland zugelassen worden, und 6,6 Millionen Gebrauchtwagen hätten den Besitzer gewechselt. „Dennoch sind unsere Umsätze und Erträge nicht explodiert, wie man aufgrund der Bedingungen meinen könnte“, ergänzte Funke und übte anschließend heftig Kritik: Die Neuwagennachlässe seien zum Teil deutlich zu hoch, was völlig unverständlich sei, da so kein kostendeckender Preis erzielt werden könne.

„Die Schuldigen müssen wir unter uns suchen“, betonte der Obermeister und nannte als Beispiel die Kundenabzocke im Internet, die die regionalen Händler ausbaden müssten. „Wenn ein Kunde, der im Internet einen bestimmten Wagen zu einem sehr niedrigen Preis sieht, er ihn aber dort nicht mehr bekommen, kommt er zu uns und nagelt uns Händler auf diesem Preis fest“, erläuterte Funke an seine Kollegen gewandt. Als Neuwagenhändler müsse man quasi Harakiri betreiben, um mithalten zu können.

von Katharina Kaufmann

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