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Töne umschmeicheln holde Weiblichkeit

Neujahrskonzert Töne umschmeicheln holde Weiblichkeit

Zu einem glanzvollen Jahresauftakt im Walzertakt avancierte das Neujahrskonzert der Großpolnischen Philharmonie Kalisch im Biedenkopfer Bürgerhaus.

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Bariton Patrick Rohbeck überzeugte mit seinem geschmeidigen Bariton und als Schauspieler, Tänzer, Zauberer und humorvoller Moderator, was ihn auch zum Star des Neujahrskonzertes werden ließ.
Fotos: Erich Frankenberg

Quelle: Erich Frankenberg

Biedenkopf . Die Musiker von der Bernsteinstraße ließen musikalische Sektperlen aufsteigen und zündeten ein wahres Feuerwerk der klassischen Musik im Biedenkopfer Bürgerhaus.

Für gut zwei Stunden konnten die Zuhörer ihre etwaigen Sorgen und Nöte vergessen. „Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht!“, so lautete das Motto des diesjährigen Neujahrskonzertes, das unter der Leitung des Dirigenten Volker Schmidt-Gertenbach stand.

Bei Carl Maria von Webers „Aufforderung zum Tanz“ gelang es dem Dirigenten, der beschwingt und charmant ganz wesentlich die gute Laune-Stimmung des Abends beflügelte, mit sehr viel Humor dem Publikum dieses Werk des Komponisten näherzubringen und es mit einzubeziehen. Am zweiten Tag des neuen Jahres nahmen die einzelnen Lieder des Programms fast ausnahmslos Bezug auf das Motto des Abends. Sänger Patrick Rohbeck erklärte es dem Publikum folgendermaßen: „Dazu mussten wir Stücke auswählen, bei denen die holde Weiblichkeit mit Tönen umschmeichelt und verehrt wird.“ Mit dem Lied „Dunkelrote Rosen bring ich, schöne Frau“ aus der Operette „Gasparone“ von Carl Millöcker überbrachte der Bariton gekonnt seine musikalischen Komplimente und mit der Komposition „Wein, Weib und Gesang“ von Johann Strauß (Sohn) schloss sich das Orchester an.

Bariton Patrick Rohbeck überzeugte mit Talenten

Insgesamt war es eine meisterhafte Hommage an das weibliche Geschlecht, die die rund 50 Musikerinnen und Musiker mit einer bunten Mischung von Werken der Komponisten Emmerich Kálmán, Carl Maria von Weber, Georges Bizet, Frederik Loewe, Franz Lehár, Josef und Johann Strauß und Franz von Suppé zelebrierten.

Die Musiker stellten eine geglückte Mischung aus Erfahrung und jugendlichem Elan dar. Mitreißender Schwung, Begeisterungsfähigkeit, Musikalität und Professionalität zeichnet die Musiker aus. Dirigent Volker Schmidt-Gertenbach verstand es meisterlich, alle Orchestermitglieder in Einklang zu bringen.

Der Solist des Abends war Bariton Patrick Rohbeck. Der Dirigent stellte ihn dem Publikum als „Geheimwaffe“ vor. Wie es sich herausstellte, bezog sich dies auf dessen vielseitigen Talente, die sich nicht nur auf das Singen bezogen.

Er überzeugte auch als Schauspieler, Tänzer, Zauberer und humorvoller Moderator. Egal ob mit Erich Kästners „Glückwünsche“ oder Zitaten von Heinz Erhardt oder Wilhelm Busch führte er durch das abwechslungsreiche Programm.

Überzeugend war auch sein geschmeidiger Bariton, der Rohbeck zum Star des Neujahrskonzertes werden ließ. Der Künstler belegte eindrucksvoll das Urteil von Tenor Piotr Beczala, der einmal betont hatte: „Die leichte Muse ist ein schweres Fach“. So seien diese Werke nicht nur anspruchsvolle Musik, sondern verlangten von dem Sänger sehr viel darstellerische Talente. Diese wusste Patrick Rohbeck überzeugend und mit sehr viel Leichtigkeit, Natürlichkeit, Esprit und Witz dem Publikum näherzubringen.

Das Orchester stellte sich als eine harmonische Einheit dar, die dem Start ins neue Jahr Glanz verlieh und beim Publikum große Begeisterung hervorrief. Als Zugabe gab es dann noch den Radetzkymarsch.

Fazit: Elektrisierend, meisterhaft, natürlich und sehr vergnüglich. So lässt sich das Jahr gut beginnen!

Mit der Verpflichtung des interessanten und begeisternden Orchesters hat Biedenkopfs Kulturfrau Birgit Simmler einen „guten Griff“ getan, wie eine Zuschauerin treffend feststellte.

von Erich Frankenberg

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