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Hinterland Die Kuh "Elsa" streift durchs Hinterland
Landkreis Hinterland Die Kuh "Elsa" streift durchs Hinterland
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12:56 14.09.2018
"Elsa" trieb sich im letzten halben Jahr im Hinterland rund um Biedenkopf herum. Jetzt ist die Vagabundin wieder in ihrem heimischen Stall. Quelle: Polizei Mittelhessen
Biedenkopf

Gleich fünfzehn Mal mussten  Ordnungshüter wegen der Kuh "Elsa" ausrücken. Bereits im Februar hat Elsa Reißaus genommen und zog seitdem Monate lang durch die Gegend. Seit Dienstag, 11. September, ist Elsa wieder im heimischen Stall im Landkreis Fulda. Polizeipressesprecher Jürgen Schlick fasst die Reise zusammen:

Mitte Februar sollte Elsa durch einen Landwirt in der Hainstraße in Biedenkopf in einen Viehtransporter umgeladen werden. "Dazu hatte der Vierbeiner überhaupt keine Lust. Elsa suchte das Weite und rief in der Folgezeit immer wieder die Polizei, heimische Jäger sowie Veterinäre auf den Plan", berichtet Schlick. Zahlreiche Versuche, den Vierbeiner zu fangen oder zu betäuben, haben keinen Erfolg gebracht. "So verschwand die Kuh für geraume Zeit und sorgte im Hinterland immer wieder für Aufsehen. Mal wurde sie auf der Bundesstraße 62, mal auf der Bundesstraße 253 oder in der Innenstadt von Biedenkopf gesichtet", berichtet Schlick.

Zudem erfolgten ausgiebige "Fußmärsche" im Bereich der Ludwigshütte, im Bereich Weifenbach und Wallau. "So war die Kuh mittlerweile sprichwörtlich in aller Munde", schreibt Schlick. Die Kuh habe auch nicht den Kontakt zu anderen Tieren gescheut. Eine Aufnahme aus einer Wildkamera im Hinterland dokumentiert ein nächtliches Treffen mit einem Reh, heißt es im Polizeibericht. "Leider ist zum Inhalt der "Unterhaltung" zwischen Elsa und dem Reh nichts bekannt", scherzt Schlick.

"Scheinbar hatte die Kuh irgendwann doch keine Lust mehr auf das Vagabundenleben und sie schlich sich bei einem Landwirt in Niederlaasphe ein", geht die Geschichte weiter. Hier fiel Elsa erst auf, als eine veterinärmedizinische Untersuchung der Rinderherde anstand. Bei der Zählung war plötzlich ein Tier zu viel auf der Weide. Nach Telefonaten mit den umliegenden Landwirten und anhand der Ohrmarke konnte Elsa letztendlich identifiziert werden.