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Hinterland Teilnehmer suchen nach Alternativen
Landkreis Hinterland Teilnehmer suchen nach Alternativen
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21:42 29.01.2012
Wie geht es weiter mit der evangelischen Kirche an Lahn und Eder? Kritische und bestärkende Anmerkungen konnten die Teilnehmer den Arbeitsgruppen auch schriftlich mitgeben. Quelle: Klaus Kordesch

Biedenkopf. Der „demografische Wandel“ ist in aller Munde. Die Auswirkungen des drohenden Bevölkerungsrückgangs werden auch die evangelische Kirche und das Dekanat Biedenkopf treffen, soviel steht fest. Für die Christen ist das allerdings kein Grund zur Resignation: Auch wenn in Zukunft immer mehr betagte Kirchenglieder immer weniger Pfarrern gegenüberstehen, wird sich die Kirche nicht aus der Fläche zurückziehen.

Schon heute sitzt mancherorts ab und an kaum mehr als eine Handvoll Gläubiger im Sonntagsgottesdienst. Aber was wird sein, wenn auch immer weniger Kinder in den Gemeinden des Lahntals und des Edertals zur Welt kommen und sowohl in den evangelischen Kinder­gärten die Plätze unbesetzt bleiben als auch keine unterrichtbaren Konfirmandengruppen mehr zusammenkommen? Bis zu welcher Gemeindegröße lohnen sich eigene Gemeinde­büros? Dies sind Fragen, vor denen die Projektteilnehmer nicht die Augen verschließen wollen. Zumal erklärter Wille ist, dass „auch künftig für die Menschen in der Region verlässliche kirchliche Angebote bereitgestellt werden sollen“, wie der Marburger Ruhestands­pfarrer Dr. Jörg Garscha seitens der Steuerungsgruppe als Prämisse formulierte.

Er erinnerte daran, dass die Arbeitsgruppen sich ohne Vorgaben der Kirchenleitung der gesellschaftlichen und kirchlichen Erkundung der Teilregionen widmen konnten, seit das Projekt im April 2010 startete. Das jetzige „Meilenstein-Treffen“ stelle einen Zwischenschritt dar auf dem Weg zum Projektende in einem Jahr und darüber hinaus.

Gemeinsam war allen Arbeitsgruppen die Erkenntnis, dass die Gemeinden näher zusammenrücken müssen, und das nicht nur in übertragenen Sinne. Konfirmandenarbeit beispielsweise werde nur noch nachbarschaftlich funktionieren, wofür eine engere Kooperation zwischen den Gemeinden unabdingbar sei, erläuterte Edith Schmidt für die Arbeitsgruppe „Breidenbacher Grund“. Deren Mitglieder sahen in Sachen Konfi-Unterricht eine Chance in Freizeiten und Projekttagen. „Wir müssen die Konfirmanden-Arbeit lebendiger gestalten“, sagte Schmidt.

von Klaus Kordesch

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