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Teilnehmer steigern Bühnenpräsenz

Theater Teilnehmer steigern Bühnenpräsenz

Die Schauspielerin, Dozentin und Akrobatin Bärbel Kandziora bot im Rathaus einen Workshop „Bewegtes Theater“ an.

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Bärbel Kandziora (Mitte) gibt die Bewegungen vor, die Gruppe ahmt diese nach.

Quelle: Vanessa Schmidt

Biedenkopf. Aufwärm- und Lockerungsübungen, Schulung von Körper- und Bewegungsbewusstsein: Einmal spontan und frei auf der Bühne zu stehen und dabei Selbstbewusstsein und Präsenz steigern. Wer diesen Wunsch schon immer hegte, war beim Workshop „Bewegtes Theater“ von Bärbel Kandziora genau richtig. Kandziora war während der Kulturwoche der Stadt Biedenkopf am vergangenen Wochenende zu Gast in der ehemaligen Kreisstadt.

In einer überschaubaren Gruppe erprobten die Teilnehmer an zwei Tagen ihre Bühnenpräsenz, ihr Raumgefühl und ihr Talent für Improvisation. Spielerisch und mit viel Spaß schulte die Dozentin Mimik, Gestik und Körpersprache.

Die Körpersprache sagt mehr aus als viele Worte. Wir sind uns dessen oft gar nicht bewusst. In diesem Kurs möchte ich die Teilnehmer für die Sprache des Körpers sensibilisieren, erläuterte Kandziora.

Nach einem abgeschlossenen Sportstudium mit den Schwerpunkten Spiel, Musik, Tanz und Bewegungstheater ist Kandziora in unterschiedlichen Bereichen tätig. Im Theater Narrattak tritt sie seit 1981 als Schauspielerin, Mitorganisatorin und Akrobatin im gesamten Bundesgebiet und im benachbarten Ausland auf. Auch einige Solo-Projekte, unter anderem als Gwendolina Wolkenstein, gehören zu ihrem Tätigkeitsfeld.

Es geht um spontane Empfindungen zur Musik

Seit 1986 bietet Kandziora regelmäßig Lehrgänge für Kinder und Erwachsene an. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Partnerakrobatik, Improvisationstheater, Mimik und Körperbewusstsein. Diese Aspekte griff die Dozentin auch beim Workshop in Biedenkopf durch verschiedene Spiele und Partnerübungen auf. Die Gruppe bewegte sich unter anderem zur Musik, wobei eine Person die Bewegungen vorgab und die restlichen Teilnehmer diese nachahmten. Dabei geht es nicht um erfinderische Bewegungen, sondern um das spontane Empfinden zur Musik, ermutigte Kandziora die Teilnehmer.

Bei einer anderen Übung warfen sich die Teilnehmer im Kreis stehend, mit vorheriger Namensansprache zwei Bälle zu. Dies dient dem Training der Aufmerksamkeit und der Orientierung im Raum. Beim Theaterspielen wird diese Aufmerksamkeit auf unterschiedliche Komponenten auch benötigt, sagte die Dozentin. Beim Workshop trainierten die Teilnehmer ebenfalls ihr Improvisationstalent und ihre Spontanität.

In einer weiteren Übung gab Kandziora verschiedene Adjektive und Gemütszustande wie ängstlich, fröhlich, nervös vor, die von jeweils einem Teilnehmer anhand eines Standbildes dargestellt und von der Gruppe erraten werden mussten.

Dabei werde deutlich, dass gewisse Dinge die Bewegung einfach brauchen, sie müssten dargestellt werden, wie Kandziora resümierte. Neben der Schulung von darstellerischer Kreativität, Bühnenpräsenz und Selbstsicherheit kam beim Workshop auch der Spaß nicht zu kurz.

von Vanessa Schmidt

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