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Tausende stimmen sich aufs Fest ein

Grenzgang 2012 Tausende stimmen sich aufs Fest ein

Mit Böllerschüssen wurde der Biedenkopfer Grenzgang 2012 am Mittwochabend um 18 Uhr offiziell eröffnet.

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Musikkapellen führten die Amts- und Würdenträger des Grenzgangs 2012 auf den Marktplatz.

Quelle: Sophie Cyriax

Biedenkopf. Tausende Besucher stimmten sich bei der Vorfeier auf dem Marktplatz sowie in den Straßen der Kernstadt auf das historische Heimatfest im Hinterland ein. Den Abschluss des Kommers bildete traditionell die besondere Illumination des Biedenkopfer Schlosses. Pünktlich um 22 Uhr wurde das Ende der Vorfeier markiert - denn zum ersten Tag der Grenzbegehung müssen die Biedenkopfer früh aufstehen: Am Donnerstag geht es um 6 Uhr los.

Den Grenzgang mit einem Kommers einzuläuten, hat eine lange Tradition, erklärte Komitee-Ehrenmitglied Karl Heinz Schneider: „Bereits in frühen Zeiten berichten die Chronisten von einer Vorfeier vor dem ersten Tag der Grenzbegehung.“

Bei bestem Sommerwetter bot sich den mehreren Tausend Besuchern in den Straßen der Stadt ein stimmungsvolles Bild: Seit Montag hatten die Mitglieder von Männergesellschaften und Burschenschaften die Straßen mit Birken gesäumt, Frauen und Mädchen hatten aus dem Grün von Nadelhölzern üppige Girlanden geflochten. Diese Girlanden überspannen von nun an für die kommenden Grenzgangstage die Straßen.

An den meisten Häusern wehen die rot-weißen Fahnen mit dem Wappen der Stadt, Wimpelketten flattern ebenso fröhlich wie die vielen Tausend rot-weißen Schleifen aus glänzendem Stoff oder Krepp-Papier im Wind. Die Schaufenster sind mit Fotos und Abzeichen der Gesellschaften, mit Figuren von Mohr und Wettläufern oder Grenzsteinen dekoriert.

Den offiziellen Beginn des Kommers bildeten um 18 Uhr Böllerschüsse - allerdings hatten sich schon vorher die Mitglieder der Gesellschaften und ihre Besucher in den Straßen eingefunden. Jede Gesellschaft hatte einen Platz zugewiesen bekommen, wo sich Mitglieder und Freunde gemeinsam auf das Fest einstimmen konnten. Dann führten Musikkapellen Amts- und Würdenträger auf den Marktplatz.

Für Stimmung und spontane Tanzeinlagen sorgten die Spielmannszüge und Kapellen bei ihren Platzkonzerten. Dabei beschränkten sich die Musik­gruppen nicht nur auf den Marktplatz, sondern spielten auch in den weiter entfernten Wohngebieten - beispielsweise auf der „Ludwigshütte“. Nach vier Stunden endete die Vorfeier planmäßig mit der stimmungsvollen Beleuchtung der Stadt und des Schlossbergs.

Am Donnerstag  geht es um 6 Uhr los

Der erste Grenzgangstag beginnt am Donnerstag um sechs Uhr mit dem Böllerschießen und dem Weckruf der Musikkapellen in den Straßen. Ab diesem Zeitpunkt finden sich die Gesellschaften an vorher festgelegten Standorten ein, wo sie von Musikkapellen abgeholt und auf den Marktplatz geführt werden. Die Aufstellung auf dem Marktplatz beginnt um 6.30 Uhr. Für 7 Uhr ist die Totenehrung geplant, ihr folgt die Ansprache des Bürgermeisters. Am ersten Tag führt der Festzug in einer festgelegten Reihenfolge die Kottenbachstraße hinauf durch die Oberstadt und anschließend durch die Hainstraße über die Ludwigshütte bis zur Grenze. Dort wartet der berüchtigte „Kleeberg“ auf die Grenzgänger, die sich nach einem steilen und anspruchsvollen Anstieg auf die Rast am Frühstücksplatz auf der Sackpfeife freuen dürfen.

von Sophie Cyriax

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