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Hinterland Tanzgala: Männer tragen jetzt schwarz
Landkreis Hinterland Tanzgala: Männer tragen jetzt schwarz
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00:17 08.11.2018
­Marie Catherine Wittmann und ihr Partner Giuseppe Pio Scerra avancierten während des Turniers zu Publikumslieblingen. Quelle: Hartmut Berge
Gladenbach

Mit einer sportlich und gesellschaftlich glanzvollen Veranstaltung feierten die Tanzsportgemeinschaft Marburg und die Kur- und Freizeitgesellschaft Gladenbach am Samstag die 38. Tanzgala. Mehr als 300 festlich gekleidete Gäste erlebten im Haus des Gastes ein hervorragendes Einladungs-Turnier.

Das Turnier hat wieder an Glamour gewonnen. Darüber waren sich die Zuschauer des traditionellen Sportereignisses einig. Sie erlebten einen interessanten Wettkampf um den Kirschenpokal.

Von den neun gestarteten Paaren, die aus ganz Deutschland nach Gladenbach kamen, setzten sich am Samstag in der Endrunde des Tanzturniers A-/S-Latein Nikita Kuzmin und Nicole Wirt vom Tanzsport-Zentrum Heusenstamm durch.

Von der TSG Marburg gingen Diana Sejzew und Sascha Grefenstein an den Start, sie schafften es in die Endrunde und belegten den sechsten Platz. Die beiden trainieren erst seit August zusammen. Am Samstag tanzten sie ihr erstes gemeinsames Turnier. Diana Sejzew trat im vergangenen Jahr mit ihrem Bruder Sergei an. Die Geschwister belegten bei ihrer Premiere den dritten Platz.

Wieder mit dabei waren auch Marcus Sommer-Krick und Luana Sommer vom Rot-Weiß-Club Gießen. 2017 belegten sie den vorletzten Platz. Diesmal reichte es nicht für die Endrunde.

Die drei Wertungsrichter sahen die Klasse des Paars aus Heusenstamm schon in der Vorrunde.

In der Endrunde dominierten sie noch deutlicher als zuvor gegen die Konkurrenz. Die Richter quittierten das – in nun offener Wertung – bei Samba, Cha-Cha-Cha, Paso doble und Jive Dargebotene mit ersten und zweiten Platzierungen.

Auf Rang zwei landeten Marianna Roschnow und Martin Graf vom TC Blau-Orange Wiesbaden. Die Hessischen Jugendmeister Latein waren zunächst nicht in der Starterliste. Da ein Paar absagen musste, blieb es bei neun Startern.

Als Dritte bestiegen Giuseppe Pio Scerra und ­Marie Catherine Wittmann vom TSC Rot-Weiss Karlsruhe am Ende das Siegerpodest. Sie avancierten im Laufe des Turniers zu Publikumslieblingen. Erfahrungsgemäß legen viele der Gäste andere Bewertungskriterien an als die Wertungsrichter, die unter anderem auf Takt, Schrittfolge, Ausstrahlung und Ausführung der Figuren achten.

Die Besucher schauen eher auf die Optik, akrobatische Besonderheiten und den Flirt der Paare mit dem Publikum.

So gab’s für jene, die dies besonders gut verstanden, immer wieder Sonderapplaus von den begeisterten Gästen, etwa für die Lokalmatadore. Aber auch den Zuschauern entging nicht die Klasse der Erstplatzierten.

Bei den Männern hat seit ein paar Jahren bei der Kleidung die Farbe Schwarz die schillernde Vielfalt ersetzt. Die Tänzerinnen trugen am Samstag fast ausschließlich figurbetonte Kleider, zeigten viel Haut und Bein.

Den Kirschenpokal und alle anderen Auszeichnungen und Anerkennungen übergaben Bürgermeister Peter Kremer und Kirschenkönigin Ann-Marie Runzheimer.

von Hartmut Berge