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Blick in den Turm macht schwindelig

Windpark Schwarzenberg Blick in den Turm macht schwindelig

Gut 200 Besucher haben sich beim Tag des offenen Windparks die Anlagen auf dem Schwarzenberg einmal ganz aus der Nähe angeschaut.

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Imposant fiel der Blick im Turm nach oben aus.

Quelle: Sascha Valentin

Biedenkopf. Beeindruckt zeigten sich die Besucher vor allem von den Dimensionen der Anlagen. Es sei eine Sache, die Windräder aus der Ferne zu sehen. Aber eine ganz andere, am Fuße davor zu stehen und den Kopf in den Nacken legen zu müssen, um bis an die Spitze schauen zu können, stellte ein Mann fest.

Die Stadt Biedenkopf und die Gemeinde Breidenbach, die die neun Windräder auf dem Schwarzenberg gemeinsam ­betreiben, hatten die Bürger in den Windpark eingeladen.

Der äußere Eindruck bestätigte sich auch beim Blick ins ­Innere der Anlagen. Denn die Besucher konnten auch einen Blick in die Türme werfen. „Da wird einem schon ganz schwindelig, wenn man raufschaut“, lautete der Kommentar einer Besucherin. Immerhin 141 Meter geht es im Turm nach oben. Klettern muss diese Strecke indes keiner. Denn es gibt einen Lift – die Fahrt nach oben war für Besucher beim Tag des offenen Windparks aber nicht möglich. Stattdessen konnten die Gäste aber viele Fragen loswerden. Denn am Fuß der Türme standen Techniker bereit, die rund um die ­Windenergieanlagen Auskunft gaben.

Bürgermeister stellt sich Windparkkritikern

Auch Breidenbacher und Biedenkopfer Feuerwehrleute­ ­waren vor Ort, um den ­Besuchern die Löschwasserversorgung im Windpark zu ­erklären. Sie erläuterten unter anderem, dass in der Nähe­ der Standorte 3 und 7 zwei ­Zisternen in den Boden eingelassen werden mussten, um die Löschwasserversorgung für den Windpark sicherzustellen.

Wie die Entnahme des Löschwassers im Ernstfall funktioniert, führten die Feuerwehrleute sogar vor: Die Brandschützer bauten eine 600 Meter lange Schlauchleitung von einer der beiden Zisternen her auf und füllten einen Faltbehälter nahe­ eines Windrades mit Wasser. ­Eine weitere Schaueinlage boten die Höhenretter der Firma Hailo. Sie seilten sich aus der 140 Meter hohen Gondel eines Windrads ab und zeigten, wie sie im Notfall auch einen Verletzten aus dieser Höhe sicher zu Boden befördern würden.

Neben den Interessenten, die sich die Windräder einmal aus der Nähe anschauen wollten, waren aber auch Gegner des Windparks vor Ort: Am Gunterstalstadion, von wo die Busse hinauf zum Windpark fuhren, hatten Vertreter der Bürgerinitiative ihren Stand aufgebaut, um ­ihre Kritik zu verdeutlichen. Breidenbachs Bürgermeister Christoph Felkl (SPD) stellte sich dort der Diskussion, die – wie er berichtete – anfangs ein wenig holprig, danach aber insgesamt sehr sachlich verlaufen sei. Die Vertreter der Bürgerinitiative hätten unter anderem die Sorge geäußert, dass Biedenkopf und Breidenbach den Windpark in Zukunft womöglich erweitern würden. Das sei aber nicht geplant, betonte Felkl.

von Sascha Valentin

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