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Hinterland „Susanne“ kommt, Streusalz ist knapp
Landkreis Hinterland „Susanne“ kommt, Streusalz ist knapp
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19:10 16.02.2010
Bauhofleiter Otto Klingelhöfer befüllt ein Streufahrzeug mit Salz aus dem Silo des Gladenbacher Bauhofs. Quelle: Ingrid Lang

Dautphe. Gestern setzten die Vorboten des Tiefs „Susanne“ ein und brachten den Schnee zum Schmelzen. Von heute an soll Tief „Susanne“ von Frankreich her ins Land ziehen und Schneefälle, die in Regen übergehen können, mit sich bringen. Weiter heißt es in der Wetterprognose, dass örtlich Glatteisgefahr droht, weil die Temperaturen um den Gefrierpunkt liegen. Gerade diese Wetterlage bringt die Verantwortlichen der Gemeinden erneut ins Schwitzen: Es droht wieder einmal in diesem Winter der vermehrte Einsatz von Streusalz auf den Straßen.

Dabei ist die Situation in den Lagern nicht gerade rosig. In den vergangenen Tagen musste wegen der wechselnden Wetterlage täglich gestreut werden. So reichen die Vorräte der Straßenmeisterei Steffenberg des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen in Marburg noch für zwei Tage, berichtet deren Leiter Manfred Fett.

Während die Straßenmeisterei für die Kreis-, Landes- und Bundesstraßen zuständig ist, werden die Gemeindestraßen von den kommunalen Bauhöfen gestreut. In Steffenberg verfüge man noch über 3 Tonnen Streusalz, berichtet Bauhofleiter Ralf Funk. Das reiche gerade, um einmal die Steilstrecken im Gemeindegebiet zu streuen, sagt Funk. Danach sei das Silo leer, und eine Lieferung nicht in Sicht. Streusalz sei nur zu erhalten, wenn man bereit sei, statt der üblichen 80 Euro pro Tonne 320 bis 350 Euro zu bezahlen, berichtet der Bauhofleiter.

„Ganz schlecht“, sieht es auch in der Gemeinde Dautphetal hinsichtlich des Streusalzes aus, sagt Konrad Moog. Eine „eiserne Reserve“ sei noch vorhanden, aber bei drohenden Eisbildungen keine Lieferung in Sicht, sagt der Bauamtsleiter.

Zwar hätten sich die Menschen mittlerweile besser auf die Situation eingestellt, trotzdem weisen Moog und Funk darauf hin, dass bei häufiger Glatteisbildung das Salz in den nächsten Tagen nicht ausreichen könnte. Deshalb appellieren die Verantwortlichen, sich auf die Situation einzustellen und entsprechende Vorsicht walten zu lassen.

von Gianfranco Fain

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der gedruckten OP.

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