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Ermittler finden Knochen, Armband und Patronenhülse

Suchaktion an der Zollbuche Ermittler finden Knochen, Armband und Patronenhülse

Die Knochensuche an der "Zollbuche" zwischen Gladenbach und Bischoffen ist seit Mittwochabend vorerst beendet. Die Ermittler stellten neun Knochen sicher, die von Experten gerichtsmedizinischer Institute untersucht werden sollen. Darüber informierten Staatsanwaltschaft und Polizei am Donnerstag.

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In Mannschaftsstärke durchkämmten Bereitschaftspolizisten an fünf Tagen ein Waldstück an der Zollbuche. Dabei kamen unter anderem auch Metalldetektoren zum Einsatz.

Quelle: Gianfranco Fain

Gladenbach / Bischoffen. Neben den neun Knochen, die die Ermittler sicherstellten, fanden sie weiterhin das Armband einer Uhr, das nun ebenfalls von Spezialisten untersucht wird. Zudem kam eine Patronenhülse zutage. Die Begutachtung durch einen Waffensachverständigen stehe noch aus. Dieses Ergebnis der Suchaktion vermeldeten die Polizei des Lahn-Dill-Kreises und die Staatsanwaltschaft Wetzlar gestern in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Die Knochen befänden sich aktuell zu weiteren Untersuchungen bei Experten der Gerichtsmedizin. Zunächst wollen die Pathologen feststellen, bei welchen der Knochen es sich um tierische, bei welchen um menschliche handelt. Weitere Untersuchungen sollen sich anschließen, um die Funde per DNA-Abgleich dem Getöteten zuzuordnen, informieren Polizei und Staatsanwaltschaft.

Mahmut Caner seit Mai 1999 vermisst

Die fünftägige Suche im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt Mahmut Canersei sei damit vorerst beendet. Am Samstag hatten Staatsanwaltschaft und Polizei mit der Suche in einem Waldstück in der Gemeinde Bischoffen im Gebiet der Zollbuche begonnen.

Zur Vorgeschichte: Im Mai 1999 verschwand der damals 36-jährige Mahmut Caner. Seine Familie meldete ihn als vermisst. Die damaligen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei wurden eingestellt, da sich keine Anhaltspunkte für eine Straftat ergaben. Die Ermittler hatten damals nicht ausschließen können, dass sich der Gesuchte ins Ausland abgesetzt hatte oder dort untergetaucht war.

Knochen aus früherem Fund Caner zugeordnet

Vergangenes Jahr entdeckten Forstmitarbeiter im Gebiet Zollbuche menschliche Knochen, die nach gerichtsmedizinischen Untersuchungen zweifelsfrei dem Vermissten Mahmut Caner zugeordnet werden konnten.

Die Staatsanwaltschaft in Wetzlar und die Regionale Kriminalinspektion ermitteln wegen des Verdachtes eines Tötungsdeliktes. Die Polizei hat eine Sonderkommission zur Klärung der Tat eingerichtet.

Ermittler hoffen auf Hinweise zu Todesumständen

Von der Suche am Fundort der Knochen erhofften sich die Ermittlungsbehörden weitere Knochenfunde und auch Hinweise zu den Todesumständen.

Über die fünftägige Suche unterstützten das Technische Hilfswerk mit seinen Mitarbeitern und technischem Gerät sowie eine technische Einheit der Bereitschaftspolizei aus Mühlheim die hiesigen Ermittler.

Während der Suche befreiten die Einsatzkräfte 25.000 Quadratmeter Wald von Holz.

Kripo nimmt Hinweise entgegen    

Parallel zur Suchmaßnahme baten die Ermittler mit einem Fahndungsplakat um Hinweise im Zusammenhang mit dem Verschwinden von Mahmut Caner. Die Kriminalpolizei nahm mehrere Hinweise entgegen. Sie werden in der Sonderkommission weiterverfolgt. Die Soko sei in diesem Fall weiterhin auf Hinweise angewiesen, teilt die Polizei mit und fragt: Wer hat Mahmut Caner am Abend des 3. Mai 1999 gesehen? Wer hat an diesem Abend etwas Auffälliges in Mittenaar-Bicken beobachtet? Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben?

Belohnung von 5.000 Euro

Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von bis zu 5.000 Euro ausgesetzt.

  • Kontakt: Regionale Kriminalinspektion Lahn-Dill, Telefon 02771/907333.
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