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Studiengang für Erzieherinnen liegt auf Eis

Gemeindevertretersitzung Studiengang für Erzieherinnen liegt auf Eis

Freie Wähler und SPD machten im Haupt- und Finanzausschuss deutlich, dass der CDU-Antrag zur Weiterbildung in der Gemeindevertretersitzung nicht mehrheitsfähig ist.

Dautphe. Mit 45 Minuten ausgiebig und in einem durchaus verbissenen Ton diskutierten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde Dautphetal am Dienstagabend über einen Antrag der CDU-Fraktion. Diese möchte, dass der Gemeindevorstand eine Erzieherinnenstelle für dieses Wintersemester in Verbindung mit dem Studiengang „Leitung und Bildungsmanagement im Elementarbereich“ mit dem Abschluss „Bachelor of Arts“ ausschreibt.

Obwohl alle Parteienvertreter versicherten, Kinderbetreuung sei ihnen wichtig, stieß dieser Antrag bei den Mitgliedern der anderen Parteien auf Unverständnis, sodass CDU-Fraktionschef Dr. Horst Falk viele Fragen beantworten musste.

So wollte zum Beispiel Klaus Ronzheimer (FW) wissen, ob dies ein Antrag auf Weiterbildung einer Mitarbeiterin oder auf Schaffung einer neuen Planstelle sei? Zudem wollte er wissen, was die Gemeinde für die dreijährige Ausbildung zahlen müsste, sowohl für die Teilnehmerin als auch für die „Ersatzerzieherin“ und wie sicher man die Studienabsolventin an die Gemeinde binden könne.

Es solle eine neue Stelle entstehen, die, so Dr. Falk „hoffentlich mit einer Bewerberin aus den eigenen Reihen“ besetzt werde. Das Studium finde freitags und samstags statt und man könne die Erzieherin wie in der freien Wirtschaft an die Gemeinde binden oder sie müsse die Ausbildungskosten an die Gemeinde zurückzahlen.

Sozialdemokrat Jürgen Dannenhaus befürchtet Schadenersatzforderungen, wenn sich mehrere Bewerberinnen fänden, und sein Parteifreund Helmut Griesel, bemerkte, dass eine höherqualifizierte Erzieherin auch Anspruch auf eine höheres Gehalt hätte. Fraktionsvorsitzender Joachim Ciliox ergänzte zudem, dass seine Partei ein Problem mit der Ungleichbehandlung gegenüber Erzieherinnen habe, die ihre Ausbildung selbst finanzieren und sehe die Fortbildung auch als Aufgabe von Kita3K an.

Selbst als der Antrag, auf Vorschlag von Bürgermeister Bernd Schmidt, geändert wurde – Prüfung und Kostenermittlung im Zusammenhang mit dem anvisierten Familienzentrum – lehnten die Ausschussmitglieder diesen mit vier Nein- gegen die 3 Jastimmen der CDU ab.

von Gianfranco Fain

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