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Streit um Kündigung endet mit Vergleich

Gericht Streit um Kündigung endet mit Vergleich

Weil ein Abteilungsleiter der Temmler Pharma GmbH & Co. KG in Marburg seine betriebsbedingte Kündigung nicht akzeptieren wollte, klagte er vor dem Arbeitsgericht. Im Kammertermin einigte er sich nun mit seinem bisherigen Arbeitgeber.

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Das Marburger Unternehmen Temmler Pharma GmbH & Co. KG entließ fünf Mitarbeiter betriebsbedingt. Einer davon, ein Abteilungsleiter, hatte dagegen vor dem Arbeitsgericht geklagt und schloss am vergangenen Freitag einen Vergleich.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Der 62-jährige Kläger zweifelte vor Gericht die Wirksamkeit der betriebsbedingten Kündigung an. Seit dem Jahr 2000 war der Mann bei der Temmler Pharma GmbH & Co. KG als Abteilungsleiter tätig. Da nach Angaben der Beklagten seine bisherigen Aufgaben umverteilt und zentralisiert wurden und etwa zehn Prozent der Arbeitsplätze abgebaut werden mussten, erhielt der Mitarbeiter im vergangenen Dezember die Kündigung zum 30. Juni.

Wie Arbeitsgerichtsdirektor Hans Gottlob Rühle, der die Verhandlung leitete, zusammenfasste, habe der Betriebsrat der Kündigung widersprochen, da eine andere Abteilungsleitung innerhalb der Firma frei werde. Zudem seien nicht alle Aufgaben des 62-Jährigen weggefallen.

Rühle riet dem Kläger im Termin am Freitag, sich mit seinem Arbeitgeber gütlich zu einigen, da das Prozessrisiko „für Sie nicht unerheblich ist“. Schließlich kamen sich beide Parteien entgegen: Die Kündigung ist wirksam. Für den Kläger gibt es eine Abfindung in Höhe von 145 000 Euro.

von Patricia Kutsch und Katharina Kaufmann

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