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Streit endet mit Zahlung von 100 Euro

Marburger Arbeitsgericht Streit endet mit Zahlung von 100 Euro

Der Koch eines Marburger Restaurants forderte am Freitag vor dem Arbeitsgericht 21 502 Euro Lohnnachzahlung. Der Termin endete mit einem Vergleich über 100 Euro.

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Das Marburger Arbeitsgericht. Archivfoto

Marburg. Vier oder sechs Tage oder doch fast 14 Monate – um diesen Zeitraum drehte sich am Freitag die Diskussion eines Kochs und seinem (ehemaligen) Arbeitgeber, dem Besitzer eines Restaurants in der Marburger Innenstadt, vor dem Marburger Arbeitsgericht.

Vom 6. Juni 2008 bis zum 9. Juni 2008 hat der junge Mann definitiv in dem Restaurant am Gerhard-Jahn-Platz gearbeitet. Seinen eigenen Angaben nach dauerte das Arbeitsverhältnis noch zwei Tage länger bis zum 11. Juni. Dann habe es Streit gegeben und er habe das Restaurant verlassen und sei nicht wiedergekommen.

Für die wenigen Arbeitstage verlangte er nun einen Arbeitslohn von 198 Euro, der auf einem Monatslohn von 1 500 Euro basiere. Nachdem die Einigung der beiden Parteien im vergangenen Sommer während der Güteverhandlung gescheitert war, fand am Freitag ein Kammertermin statt.

In diesem forderte die Klägerseite nun ausstehende Lohnnachzahlungen in Höhe von 21 502 Euro. Die Begründung: Der Kläger sei ja nie gekündigt worden, würde also noch für 13 volle und einen halben Monat Gehalt bekommen.
„Hier wird aus einer Nichtigkeit eine Katastrophe gemacht und es gibt nichts schriftlich“, brachte es Arbeitsgerichtsdirektor Hans Gottlob Rühle auf den Punkt. Anschließend lehnte die Kammer den Antrag des Klägers auf Prozesskostenhilfe ab, woraufhin der Klägeranwalt den Antrag auf Klageerweiterung, also die Forderungen von 21 502 Euro, zurückzog.

Letztendlich einigten sich die beiden Parteien auf einen Vergleich: Der Beklagte zahlt dem Kläger nun 100 Euro netto. „Das ist die vernünftigste Lösung. Alles andere wäre Zeit- und Geldverschwendung“, sagte Rühle abschließend.

von Katharina Kaufmann

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